Über 400 Aachener auf der CETA-Demo in Köln

17. September 2016 | Veröffentlicht von

Aachener TeilnehmerInnen bei der Anti-CETA-Demo in Köln

img_0439img_0455In Aachen hatte es kräftige Anti-TTIP- und Anti-CETA-Aktivitäten gegeben. Entsprechend wurde auch für die heutige Kölner Demo gegen CETA geworben.
Der heutige Tag hat den Erfolg dieser Mobilisierung gezeigt:

img_0440img_0459Am Hauptbahnhof Aachen starteten um 10:18 die ersten 250 Menschen nach Köln zur Demo. Um 10:51 kamen dann nochmal ca. 50 dazu. Zusätzlich gab es parallel noch einen Bus von Ver.di, in dem nochmal ca. 50 GewerkschaftsmitgliederInnen aus Aachen und Düren. Da auch noch mehrere Gruppen mit PKWs zur Demo fuhren stießen in Summe mindestens 400 Leute aus Aachen zu den 30-50 Tausend in Köln.
img_0446Gemeinsam wurde es dort – bei gutem Wetter – zu einer fröhlichen, großen und solidarischen Demo.

img_0458 img_0462 img_0461Übrigens: In den Zügen waren weder Führungspersonal der SPD noch der Gewerkschaften aus dem Raum Aachen sichtbar. Soviel zur Unterstützung aus diesem Sektor.

img_0464Hier weitere Infos zu den Demos (Diese kommen am Sonntag)

Hier ein Kommentar von Heinz Richrath

Mit der Berichterstattung über die Anti-CETA Demonstrationen demonstrierten Leitmedien wie Spiegel online bis Zeit -online einmal mehr ihre Systemtreue. Mit einem tiefen Griff in die Kiste der Propagandatricks wurde die Größe des Widerstands gegen CETA kleingeredet. Dem Kleinreden folgt die Verdrängung. img_0435Am Tag nach den Demonstrationen ist weder der „Zeit“ noch dem „Spiegel“ der Massenprotest einen Artikel wert. Zum Glück gibt es den bösen Putin.(Stand: Erstellung des Textes 12 Uhr 18.9.2016)

Wer in Köln war wird die kolportierten Angaben über die Zahl der Teilnehmer direkt als große Täuschung wahrnehmen. ‚Die Zeit‘ spricht laut Polizeiangaben von ca. 18.000 Teilnehmern in Köln. Es waren mindestens doppelt so viele. Es ist bekannt, dass man Angaben der nordrhein-westfälischen Polizei nicht unbedingt Vertrauen schenken muss. Offensichtlich hapert es auch schon beim zählen.

Hält man die Zahl der Gegner klein, kann man der bisherigen Argumentation folgen, dass es sich bei CETA Gegnern nur um eine kleine Gruppe von Spinnern und Verwirrten handelt, die die Chancen des Abkommens einfach nicht begreifen will. Dabei muss man dann gar nicht über die Inhalte von CETA oder TTIP diskutieren. Allein die Art und Weise, mit der die Verhandlungen geführt wurden und mit welch undemokratischen Mitteln versucht wird, die Abkommen abzuschließen, ist Grund genug für die Ablehnung durch jeden Demokraten.
Bundestagsabgeordnete, die unter diesen Bedingungen ein solches Abkommen befürworten, haben im Deutschen Bundestag nichts verloren. Menschen mit Verstand würden unter solchen Bedingungen der Geheimhaltung und Intransparenz nicht einmal den Kaufvertrag für eine Waschmaschine unterschreiben.

Bereits 1933 hat sich ein Parlament selbst entmachtet. Das Ergebnis ist bekannt.

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