152 Castoren sollen von Jülich nach Ahaus rollen

5. Dezember 2011 | Veröffentlicht von Westcastor / jw

CastorgegnerInnen warnen vor fatalem Fehler der Bundesregierung

In einer gemeinsamen Presseerklärung haben verschiedene Anti-AKW-Bündnisse ihre Empörung darüber ausgedrückt, dass die Bundesregierung den Transport von 152 Castoren von Jülich nach Ahaus plant. Einen „schwarzen Tag für NRW“ nennen die Bündnisse die Entscheidung von Jülich.

Felix Ruwe von der Bürgerinitiative Kein Atommüll in Ahaus sagte dazu: „Die Bundesregierung hat mit ihrer Stimmenmehrheit ohne Rücksicht auf Verluste eine völlig unsinnige Entscheidung durchgedrückt. Bundesforschungsministerin Schavan und Bundesumweltminister Röttgen handeln verantwortungslos und ohne jede Einsicht. Sie haben kein Konzept für die Atommüllentsorgung und wollen deshalb den Atommüll einfach von einer Zwischenlagerhalle in die andere verschieben. Wir werden das aber nicht tatenlos hinnehmen, sondern entschlossenen und kreativen Widerstand organisieren.“

Die AtomkraftgegnerInnen wenden sich in ihrer Presserklärung auch an die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und fordern sie auf „sämtliche politischen und juristischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um diesen Castor-Wahnsinn zu verhindern“. Klare Worte richten die AtomkraftgegnerInnen dagegen in Richtung des Forschungszentrum Jülich. „Das Forschungszentrum versucht, sich der äußerst problematischen hochradioaktiven Altlasten allein aus Imagegründen zu entledigen. Für die 152 West-Castoren gibt es keinerlei gesicherte Endlagerung,“ so Siegfried Faust vom Aktionsbündnis Stop Westcastor.

Die Anti-AKW-Bündnisse wollen es jedoch nicht bei Appellen an die Politik belassen. Sie rufen zu gemeinsamen Protesten gegen die Atommülltransporte auf. Der Auftakt soll eine Demonstration am 18. Dezember vor dem Atommülllager in Ahaus sein. Dort wollen die AtomkraftgegnerInnen ab 14 Uhr ihrem Unmut über die Entscheidung der Bundesregierung Ausdruck verleihen. Gleichzeitig rufen die Anti-AKW-Bündnisse zu bundesweiten Protesten auf: „Sollten die West-Castoren tatsächlich rollen, werden die Castor-LKWs quer durch NRW auf massiven Widerstand treffen.“

 

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