Aachener Friedenspreis bekommt Rückendeckung

23. Juni 2013 | Veröffentlicht von Bündnis-Schule-ohne-Bundeswehr-NRW / ws

Das Bündnis Schule ohne Bundeswehr NRW  begrüßt Entscheidung des Aachener Friedenspreises!

Das Bündnis „Schule ohne Bundeswehr NRW“ begrüßt die Vergabe des diesjährigen Aachener Friedenspreises an drei Schulen, die sich gegen die Werbebesuche der Bundeswehr gewandt haben. „Damit hat der Aachener Friedenspreis ein deutliches Zeichen gesetzt gegen alle Bestrebungen – auch in Bildungseinrichtungen -, die zunehmend in Kriegseinsätzen agierende deutsche Armee unkritisch als Normalität zu akzeptiert“, so Joachim Schramm von „Schule ohne Bundeswehr NRW“.

Die drei ausgezeichneten Schulen waren die ersten einer inzwischen wachsenden Zahl von Schulen in ganz Deutschland, die sich gegen die Anwesenheit von Werbern und Rekrutierern der Bundeswehr in ihren Räumen aussprechen.

Besonders freut sich das Bündnis über die Preisvergabe an eine Schule in NRW, die Hulda-Pankok-Gesamtschule in Düsseldorf. Gerade einer Schule, die den Namen einer erklärten Gegnerin der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik trägt, gebühre dieser Preis. Die dort stattfindende Diskussion um die Preisvergabe zeige, dass eine notwendige gesellschaftliche Debatte in Gang komme.

Allerdings sei die im Raum stehende Ablehnung des Preises die falsche Reaktion.

Das Bündnis weist verschiedene falsche Informationen zurück, die in dieser Debatte geäußert werden. So sei es natürlich rechtens, derartige Beschlüsse an Schulen zu fällen. „Selbst die umstrittene Kooperationsvereinbarung zwischen Schulministerium und Bundeswehr betont die Eigenständigkeit der Schulen bei der Umsetzung der Vereinbarung. Dies schließt selbstverständlich auch die Ablehnung der Bundeswehrbesuche ein“, so Joachim Schramm.

Auch die Kritik, die Schulen würden sich der Diskussion mit der Bundeswehr entziehen, zielt nach Ansicht des Bündnisses ins Leere. „Laut Schulgesetz sollen die Schülerinnen und Schüler zur Friedensgesinnung erzogen werden. Das muss doch eine kritische Auseinandersetzung mit der Armee und ihren Kriegseinsätzen beinhalten.
Dazu sind Lehrerinnen und Lehrer mit entsprechender Ausbildung am besten geeignet und nicht die hauptberuflichen Öffentlichkeitsbeauftragten der Bundeswehr. Diese vermitteln – wie alle Öffentlichkeitsbeauftragten – eine einseitige, geschönte Sicht auf ihre Einrichtung und deren Auftrag. Dazu sind sie laut Handbuch der Jugendoffiziere sogar verpflichtet“, meint Joachim Schramm.

„Schule ohne Bundeswehr NRW“ wird auch weiterhin Schüler, Lehrer und Eltern unterstützen, die an ihren Schulen Diskussionen um die Rolle der Bundeswehr führen wollen. – ausdrücklich auch, wenn diese Beschlüsse gegen „Besuche“ der Bundeswehr fällen möchten. Das Bündnis betont erneut, dass die Bundeswehr in Schulen keinen Platz hat.

Kontakt-Email: info@schule-ohne-bundeswehr-nrw.de