Ist Aachener Verwaltung mit „AKW-Katastrophenvorsorge“ überfordert?

26. Juni 2015 | Veröffentlicht von Aktionsbündnis gegen Atomenergie Aachen

AKW-Betreiber Electrabel soll Katastrophenvorsorge bezahlen!

Das Aktionsbündnis gegen Atomenergie Aachen (AAA) hat mit Fragen zum Katastrophenschutz für den Fall eines Super-GAUs im AKW-Tihange einigen Wirbel ausgelöst. In den parlamentarischen Aachener Gremien sollten Verantwortliche dazu Rede und Antwort stehen. Sie waren auch anwesend, sie redeten auch – aber Ihre Aussagen waren faktisch wertlos!

Unterhaltsame Artikel in AN & AZ

Das hat zu mehreren köstlichen-sarkastischen Berichten in AN und AZ geführt, die wir den kraz-LeserInnen unumschränkt zur Lektüre empfehlen! Wir haben beide Artikel eingescannt und dokumentieren sie in der Anlage. Wir hoffen, die Kollegen der Printmedien machen uns deswegen keinen Ärger. Nach unserer häufigen und scharfen Kritik wollen wir sie diesmal wirklich in höchsten Tönen auch mal loben!

In beiden Berichten wird deutlich, dass die Aachener Verwaltung ihrer Aufgabe nicht nachgekommen ist. Das hat zu folgender

Erklärung des AAA geführt:

Der heutige Bericht in der AN/AZ beschreibt die Sachlage sehr gut: Für den Fall eines Super-GAUs in Tihange gibt es faktisch keine Katastrophenvorsorge in Aachen. Der zuständige Beigeordnete Lothar Barth versucht das durch Nebelverbreitung im Bürger- und Umweltausschuss zu vertuschen. Seine Aussagen zur Verteilung der Jodtabletten sind schlicht nur noch peinlich.
Wir begrüßen, dass hierzu eine Diskussion zwischen den örtlichen Parteien in Gang kommt, um die Schwächen der Katastrophenvorsorge offenzulegen. Wir bitten die Parteien aber, die Auseinandersetzung sachlich und zielorientiert zu führen. Wir werden uns gerne daran beteiligen. Es geht schließlich um die Sicherheit von uns BürgerInnen.
Wir hoffen, dass die Behörden nun endlich wirklich beginnen, ihre seit 40 Jahren überfälligen Aufgaben beim  Katastrophenschutz wahrzunehmen.
Wir wissen, dass diese Arbeiten erhebliche Kosten innerhalb der Behörden hervorrufen – auch wenn das bei Behörden weniger konsequent nachgehalten wird als in der Privatwirtschaft. Deshalb fordern wir erneut: Diese Kosten müssen dokumentiert, offengelegt und den privatwirtschaftlichen Verursachern in Rechnung gestellt werden.
Bspw. entstehen alle Kosten für die Vorhaltung und Verteilung von Jodtabletten ausschließlich durch die Gefährdung durch AKWs!
==> Daher MUSS den AKW-Betreibern eine Rechnung gestellt und eingefordert werden!

Sollte diese zeitnahe Kostendokumentation und Rechnungsstellung seitens der Verwaltung nicht erfolgen, werden wir eine Dienstaufsichtsbeschwerde starten. Aachen steht unter Haushaltsvorbehalt und es muss verhindert werden, dass die Aachener BürgerInnen die Kosten für die Gewinne der Privatfirma Electrabel zahlen.

Anlagen – Kopien aus AN und AZ

AN-150625

Aachener NAchrichten vom 25.6.2015

 

AZ-150625

Aachener Zeitung vom 25.6.2015

 

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