Atomlobby akzeptiert bedrohliche Tihange-Studie nicht

8. Februar 2017 | Veröffentlicht von

Niederländische Atomaufsicht kritisiert Tihange-Gutachten – wider besseren Wissens!

Zur Zeit versuchen die sogenannten Atom-„Sicherheits“-Aufsichtsbehörden wie auch die übrige angeschlagene „Pro-Atomgemeinde“ im Raum Aachen. in den Niederlanden und in Belgien der vernichtenden Kritik an den beiden maroden AKW Tihange2 und Doel3 etwas entgegen zu halten.

So zweifelt die niederländische Atomaufsicht – ebenso wie die deutsche Bundesregierung – die Ergebnisse einer Wiener Studie zu den Gefahren eines Super-GAU im belgischen Atomkraftwerk Tihange an. Nach Informationen der Zeitung „de Limburger“ lautete die Kritik: Die Schlussfolgerungen in diesem Bericht sind völlig unrealistisch. Die Forscher stapeln Unwahrscheinlichkeit über Unwahrscheinlichkeit“,

Bewusste Vermischung von Fakten

Die niederländische Atomaufsicht unterscheidet dabei geflissentlich nicht zwischen einem ‚Gutachten über die Wahrscheinlichkeit eines Atomunfalls in Tihange‘ und der ‚Wahrscheinlichkeit der Schadensausbreitung‘ unter der VORAUSSETZUNG eines stattgefundenen GAUs.

Aber egal. Eine Behörde die die Laufzeit eines auf 30 Jahre berechneten AKWs (Borssele) mal eben auf 60 Jahre verdoppelt und sich trotzdem „Sicherheits“behörde nennt, kann sich offenbar viele Fehler leisten.

Klarstellung durch ‚Der FREITAG‘

Nun hat sich die Wochenzeitung ‚Der FREITAG‘ dankenswerterweise dieser behördlicher Beschwichtiger angenommen und einen vernichtende Kritik geliefert. Wir empfehlen unseren Leser*innen dringend diesen Artikel zu lesen! Leseprobe: …Die unzuverlässigsten Atomkraftwerke der Welt stehen laut offizieller Statistik der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nicht etwa in Asien oder Russland, sondern mitten in Europa – in Belgien. An die Störfälle in den Atomkraftwerken Tihange und Doel, verbunden mit ... weiterlesen: „Export für den Super-GAU: Atomkraft Deutschland beliefert Belgiens marode Meiler mit Brennelementen“

Viel besser kann unabhängiger Journalismus nicht arbeiten.

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