Begleitung des 70. Jahrestag der NATO

6. April 2019 | Veröffentlicht von Anti-Kriegs-Bündnis-Aachen / ws

Mit dem Mittel der Satire…

zwei Tage nach dem offiziellen 70-jährigen Jubiläum der NATO hatte das Antikriegsbündnis-Aachen zur Unterstützung einer satirischen Aktion der „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ eingeladen. In einer szenischen Darstellung am Aachener „Geldwäscherbrunnen“ traten die Berater der Agentur „Mission for Victory“ von Frau von der Leyen auf.Zusätzlich wurde verbal und mit großflächigen Plakaten die Etappen und Taten der NATO-Kriegspolitik dargestellt, die Nato-offiziell unter dem Motto „Frieden in Freiheit“ abliefen und ablaufen. (Siehe die Fotos im Artikel)

Kern der satirischen Botschaft

Um noch mehr „Frieden in Freiheit“ in aller Welt zu schaffen, etwa im Iran, Jemen, Venezuela und schließlich in Russland und China muss natürlich die NATO immer stärker gemacht werden, braucht es ein überlegenes Bedrohungsarsenal, neue Raketen und eine propagandistische Offensive, um zu überzeugen, wer die Guten und wer die Bösen auf dieser Welt sind.

Dafür werben die Consultants von „Mission for Victory“….

  • die Hochrüstungspolitik, die mit der Lüge der Bedrohung durch Russland gerechtfertigt wird, ebenso
  • die Osterweiterung der NATO
  • die „Modernisierung“ der Atomraketen, und vor allem
  • die kriegerische Interventionspolitik mit hunderttausenden Toten und Verletzten und apokalyptischen Zerstörungen

Durchsagen über Lautsprecher

Zentrales Mittel während der zweistündigen Aktion waren die Durchsagen der Berater der Agentur „Mission for Victory“. Sie befragten Passanten zu ihrer Meinung, nahmen denjenigen, die sich FÜR Frieden oder Abrüstung aussprachen, umgehend das Mikrofon weg, bestärkten aber (satirisch) alle Positionen, die die Aufrüstung oder gar Kriegseinsätze propagierten.
– Zentrales Argument war stets: Rüstung und Krieg sind ein gutes Geschäftsmodell
– Ausgaben für „Sozialklimbim“ sind ganz schädlich für Kriege und Aufrüstung….
– Mit Altenpflegern kann man keinen Krieg gewinnen

Die wenigsten Passanten verstanden die Satire auf Anhieb.

Deshalb wurde vorsorglich ein Flugblatt verteilt, das die Aktion kurz und knapp erläutert. Und es waren permanent Mitglieder der Unbelehrbaren und des Antikriegsbündnisses unterwegs, um die irritierten Menschen anzusprechen.
Dabei entstanden viele gute Gespräche über den Unsinn der momentanen Aufrüstung
Aber es gab tatsächlich auch viele, die kopfschüttelnd weiter gingen und nicht ansprechbar waren.

Einschätzung der Unbelehrbaren dazu

  • „Wer schmunzelt unsere Aktion beobachtete – hat sich gut amüsiert, und wollte das Gleiche wie wir!
  • Wer uns wütend ansprach – wollte das Gleiche wie wir und ließ sich überzeugen!
  • Wer wütend und fluchend weiterging – wollte offenbar auch das Gleiche wie wir, hat leider nur unsere Satire nicht verstanden!
  • Nur wer uns unverhohlen zustimmte: DER war wirklich auf der gegnerischen Seite – der der Militaristen!“

==> Wer Kontakt zu den „Unbelehrbaren“ aufnehmen möchte: HIER!

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