Belgiens „Atom-Bombe“!?

2. März 2013 | Veröffentlicht von Walter Schumacher

Hatte Belgien 30 Jahre lang eine „Atom-Bombe“!?

kurzzeitig schien es, als ob Belgien eine Atom-Bombe hatte. Natürlich nicht eine wirkliche große, sondern mehr eine kleine aber sehr schmutzige Bombe!

Was ist geschehen?

Gemeldet wurde im Internet am 27.2.13 der Fund einer Bombe – auf dem Betriebsgelände des Atomkraftwerks Tihange! (siehe L’Avenier oder AN/AVZ).

Der Notfallplan wurde eingeleitet.

Diese Bombe wurde dann ausgegraben. Angesichts des Zustandes der Bombe wurde sie von dem Minenräumdienst in einem nahegelegenen Steinbruch selber kontrolliert zur Explosion gebracht.

==> Also nichts passiert??

Einverstanden:

Bomben aus dem 1.Weltkrieges (eine andere Meldung besagt: aus dem 2. Weltkrieg) waren sicher kleiner als die 5-10 Zenter-Flieger-Bomben aus dem nachfolgenden Krieg. 

Aber immerhin: Eine Bombe AUF einem AKW-Gelände!

„böse“ AKW-Gegner mit Bombenattrappe

Hätten sich „böse“ AKW-Gegner auf das Gelände mit einer Bomben-Attrappe gleicher Größe – aber eben nur einer Attrappe! – erfolgreich auf das AKW-Gelände geschlichen, es wäre ein Sturm der Entrüstung im deutschen Blätterwald und bei den „Sicherheits-„Politikern entstanden.
Aber so wurde beim Bau einer Industrieanlage „nur“ ein Sprengsatz übersehen. Und es ist natürlich völlig klar, dass es KEINE weiteren Bomben im Boden unter den Reaktoren geben KANN!?

Selektive Wahrnehmung

Es ist schon (be-) merkenswert, wie sehr die KollegInnen in der bürgerlichen Presse solche Meldungen „kleinmachen “ oder gar „übersehen“.

In den deutschen Printmedien waren es nur die Aachener-Nachrichten am 28.2., die unter „kurz notiert“ eine Mini-Meldung auf Seite 10AB brachten.

In den übrigen bundesdeutschen Printmedien war bisher jedenfalls NICHTS davon zu lesen.

Schade: Denn eigentlich wäre das doch durchaus eine mitteilungswerte Meldung gewesen – oder?

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