Bombenalarm im belgischen Atomkraftwerk Doel

10. Februar 2017 | Veröffentlicht von

Es gibt viele Gründe, warum Atomkraftwerke „unsicher“ sein können!

Der lokale belgische Fernsehsender ATV hat am 8. Februar berichtet, dass Unbekannte einen (Droh-)Brief an das Atomkraftwerk Doel geschickt haben. Es ist unklar, was genau in dem Brief steht.

Aber der Inhalt war offenbar so beunruhigend, dass extra Polizeieinheiten und Feuerwehren auf das AKW-Gelände kommen sollten. Es wurde sogar die Feuerwehr aus der benachbarten niederländischen Provinz ‚Zeeland‘ nach Doel mobilisiert.

(Anmerkung kraz: Doel liegt weniger als 10 km vom Stadtzentrum Antwerpen und nahe der niederländischen Grenze). Die Situation wirkte so, als ob es einen Bombenalarm gegeben habe.
Nach Auskunft des Bürgermeisters von Beveren (Doel ist Teil der Stadtregion Beveren) soll der Brief von jemandem gekommen sein, der „kritisch zur Atomkraft ist“.

==> siehe hier: ©video: https://atv.be/nieuws/video-opschudding-in-kerncentrale-doel-door-verontrustende-brief-40322

Diese Meldung wurde bisher (10.2.) nicht in deutschen Medien veröffentlicht!

Dazu ein Kommentar der kraz (ws)

Jede noch so minimale Vermutung für die Vorbereitung eines Attentats oder Anschlags wird riesig aufgebauscht und es wird Angst verbreitet. Bei AKWs aber – wo die Angst tatsächlich berechtigt wäre – da wird alles unternommen, um die Gefahren klein zu reden, bzw. sie erst gar nicht zu melden. Die oben genannte Meldung aus Belgien bestätigt mal wieder diese Vorurteil.
Zum zweiten kann man gar nicht häufig genug betonen: Statt Doel könnte auch das AKW-Tihange jederzeit Ziel eines Attentats sein. Es bieten also nicht nur durch die bekannten Risse die „Chance“ auf einen GAU – es ginge auch noch anders!

Und hier zur Erinnerung an einen kraz-Artikel aus 3/2013: „Hatte Belgien 30 Jahre lang eine „Atom-Bombe“?

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