BRAVO-Bundeswehr-Werbung

12. August 2014 | Veröffentlicht von Arbeitskreis Antimilitarisierung/ws

Der Arbeitskreis ‚Antimilitarisierung im Aachener Friedenspreis‘ hat an die Redaktion der Zeitschrift ‚Bravo‘ einen Brief gerichtet (siehe Anlage). In ihrem Schreiben kritisieren die AutorInnen scharf die verharmlosende Werbung für die Bundeswehr …
Der Arbeitskreis Antimilitarisierung fordert die Redaktion auf, diese Werbung nicht weiter zu verbreiten.

—-
An die Redaktion der Jugendzeitschrift Bravo
Bauer Vertriebs KG
Burchardstraße 11
20078 Hamburg
Deutschland

Sehr geehrte ..
… In Ihrer Zeitschrift veröffentlichen Sie aktuell Werbung der Bundeswehr für das sogenannte Adventure Camp. Die in Ihrer Zeitschrift verwendeten Bilder zeigen Sommer, Sonne, Strand und Meer und haben mit der Realität von Militäreinsätzen nichts zu tun. Die im Kriegsgebiet drohenden Gefahren wie Verwundung, Tod, Traumatisierung oder das Töten von Menschen werden in der Kampagne nicht angesprochen.
»Militärwerbung bei Minderjährigen, vor allem wenn sie so einseitig und realitätsfern ist wie die der Bundeswehr in Ihrer Zeitschrift, ist nicht nur ethisch fragwürdig – sie ist auch nicht mit den völkerrechtlichen Verpflichtungen der UN-Kinderrechtskonvention vereinbar«, sagt Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte bei terre des hommes und Sprecher des Deutschen Bündnis Kindersoldaten.
Die Zielgruppe der aktuellen Werbemaßnahmen ist erschreckend jung: Die Kernleserschaft Ihrer Zeitung ist zwischen zwölf und 17 Jahre alt, auch Zehnjährige lesen Ihre Zeitung.
Wir halten eine derartige undifferenzierte Werbung nicht nur für unseriös sondern auch für verantwortungslos den jungen Menschen gegenüber. Wir fordern Sie auf, die Werbung für die Bundeswehr zu beenden.

Mit freundlichem Gruß …