CDU und Linkspartei bald mit gemeinsamem Ratsantrag?

10. Januar 2014 | Veröffentlicht von Linkspartei / ws

Linke reagiert auf Äußerung von Maike Schlick zu Reinigungskräften

Bislang stand die Partei Die Linke im Rat alleine mit ihrer Forderung, die Reinigungsarbeiten in städtischen Gebäuden wieder von eigenen Mitarbeitern durchführen zu lassen. Das könnte sich jetzt ändern. In einer Personalversammlung kündigte CDU-Fraktionsvorsitzende Maike Schlick im Dezember vor rund 1.000 städtischen Mitarbeitern an, dass auch die CDU nun die gleiche Position wie die Linkspartei vertritt.

Der Fraktionsvorsitzender der Linkspartei, Andreas Müller bot darauf an, das Thema mit einem gemeinsamen Antrag in den Rat einzubringen. Er will deshalb Frau Schlick in der Angelegenheit anschreiben.

Der Hintergrund:

Gewerkschafter beklagen immer wieder die Situation der Arbeitnehmer in den zahlreichen Firmen, die oft eigens gegründet wurden, um an solche Aufträge heranzukommen. So wird mancher Reinigungskraft ein unmögliches Arbeitspensum vorgegeben. Mitarbeitern werden Leistungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld vorenthalten. Firmen lösen sich auf und gründen sich kurzerhand neu. All diese Dinge sind auch in Aachen vorgekommen, seit der Rat vor Jahren die Privatisierung beschloss.

Zwar ist die Verwaltung erkennbar bemüht, die schwarzen Schafe auszusortieren, aber das bleibt immer ein Bearbeiten von Problemen, die erst einmal eingetreten sind und den Arbeitnehmern das Leben schwer gemacht haben.

Das wäre alles völlig anders, wenn die Reinigungskräfte wieder direkt bei der Stadt angestellt wären. Dann würden für sie die gleichen Regeln gelten wie für alle Mitarbeiter. Über die Höhe des Lohns herrschte keine Unklarheit. Bei Problemen könnten die Arbeitnehmer die Hilfe des Personalrates in Anspruch nehmen.
Trotz all dieser Tatsachen stand die Linkspartei bisher alleine mit dieser Forderung nach einer „Rekommunalisierung der Reinigungsarbeiten“.

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