Containern ist kein Verbrechen!

14. April 2016 | Veröffentlicht von Bündnis "Containern ist kein Verbrechen!" / ws

Prozess wegen „Containern“

Containert-1 derzeit läuft in Aachen ein Verfahren gegen zwei Menschen, die genießbare Lebensmittel aus dem Müll eines Supermarkts „gestohlen“ haben sollen. Die Anklage lautet „schwerer Diebstahl“, ein Gerichtstermin ist noch nicht festgelegt. Vergangene Woche hat sich deswegen das Bündnis „Containern ist kein Verbrechen“ mit über 30 Personen gegründet. Ziel des Bündnisses ist es, soviel Druck aufzubauen, dass das Verfahren eingestellt wird oder – sollte es zur Verhandlung kommen – mit einem Freispruch endet.

containert-2Darüber hinaus wollen wir ein Bewusstsein schaffen dafür, dass täglich in jeder deutschen Stadt tonnenweise genießbare Lebensmittel vernichtet werden. Die Verbraucherzentrale hat errechnet, dass jährlich in Deutschland etwa 11 Millionen Tonnen genießbare Lebensmittel mit einem Geldwert von etwa 25 Milliarden Euro auf den Müll geworfen werden. Ein nicht geringer Teil davon in Supermärkten.

Hier setzt das sogenannte „Containern“ an:
Menschen gehen meist Nachts zu den Mülltonnen der Supermärkte und „retten“ das Essen. Bilder, die die Größenordnungen der „Beute“ zeigen, können sie auf der Facebook-Seite https://www.facebook.com/AachenContainert/ sehen. (Die Urheberrechte der Bilder liegen beim Bündnis und werden zur Nutzung freigegeben. )

Vor einer Woche hat das Bündnis eine Petition erstellt. Mittlerweile haben fast 25.000 Menschen unterschrieben: https://www.change.org/containern.
Die Website vom Bündnis: http://aachencontainert.blogsport.de/

Artikel weiterempfehlen: