„Das Drohpotential der NATO gegenüber Russland“

6. Juli 2016 | Veröffentlicht von Aachener Aktionsgemeinschaft "Frieden jetzt!" / ws

Juli-Mahnwache von „Frieden-Jetzt“

Montagabend organisierte die Aachener Aktionsgemeinschaft „Frieden jetzt!“ (AAG) unter dem Thema: „Das Drohpotential der NATO gegenüber Russland“ ihre monatliche Juli-Mahnwache am Elisenbrunnen.
Passanten hörten sich die Beiträge der RednerInnen der Aktionsgemeinschaft an. Schon in ihrem ersten Satz sprach die Moderatorin des Abends, Helene Klein, das Feinbild  ‚Putin und Russland‘ an, das „die Regierenden und die Medien uns in die Köpfe hämmern wollen“.

Der erste Redner, Lutz Pietrusky, machte die Gefahren sehr deutlich, die die neuen Atomwaffen und die neuen US-Raketenbasen in Polen und Rumänien darstellen: „Die sogenannten ‚Raketenabwehrsysteme‘ sind durchaus als nukleare Erstschlagswaffe einsetzbar“ so Pietrusky, „und die Vorwarnzeiten für die russische Abwehr sind durch die grenznahe Stationierung der Raketenbasen so klein geworden, dass den Strategen in Washington ein nuklearer Erstschlag führbar erscheint.“

Hubert Heck ergänzte mit eindringlichen Worten das Thema „Atomraketen“ durch seine Informationen über die in Büchel, knapp 100 km südlich von Aachen, stationierten US-Atomwaffen, deren Abwurf von deutschen Soldaten mit deutschen Tornados geübt wird. Er lud ein, zusammen mit der AAG am letzten Juliwochenende die dort seit Wochen stattfindenden Protestaktionen der Friedensbewegung zu unterstützen.

Franz-Josef Surges machte in seinem Redebeitrag keinen Hehl daraus, für wie unsinnig er die Aufrüstungspläne der Bundeswehr hält und für wie absurd die Angstmache vor einem russischen Angriff. Surges wörtlich: „Es ist ausgeschlossen, dass Russland mit einer Armee, die zum größten Teil aus Wehrpflichtigen besteht, einen Militärgiganten wie die NATO angreift, die in fast allen Mitgliedsstaaten die Berufsarmee durchgesetzt hat und deren Militärbudget 10 mal größer ist als das russische!“

Ute Koite stellte in ihrem Beitrag die negativen Folgen der vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen heraus: „Sanktionen treffen immer die Falschen, in Russland die Bevölkerung und in unserem Land die mittelständische Wirtschaft, z.B. die Landwirtschaft, der nun ein wichtiger Exportanteil fehlt und dadurch die Erlöse für Milch- und Fleischprodukte drastisch geschmälert werden.“

An Hand von großen Landkarten erläuterte Ansgar Klein wie nah die NATO inzwischen durch ihre Osterweiterung, also die Einverleibung  ehemaliger Sowjetrepubliken in die NATO an Russland herangerückt ist. „Diese Osterweiterung ist vertragswidrig“, betonte Klein, „denn in den Verhandlungen mit der Sowjetunion über die Wiedervereinigung Deutschlands !989/90 haben die Westmächte dem damaligen Präsidenten Gorbatschow versprochen, die NATO nicht über die Ostgrenze der damaligen DDR hinaus zu erweitern.“

Abschließend appellierte Helene Klein an die Verantwortlichen: „Macht uns Russland nicht zum Feind! Wir wollen Zusammenarbeit und Frieden mit Russland!“. Sie lud ein

  • zur nächsten Demo für eine Kooperation mit Russland, die am Samstag, dem 9.Juli um 12 Uhr am Elisenbrunnen von der Aachener Agitprop-Gruppe ‚Die Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung‘ veranstaltet wird und
  • zum Vortrag von Eugen Drewerman, der am 18. Juli um 19:30 Uhr in der Annakirche zum Thema: „Warum Krieg?“ sprechen wird.

Zum Schluss trug Hubert Heck zur Gitarre seinen  Protestsong zum Afghanistan-Krieg vor.

Würselen, den  6.7. 2016, Ansgar  Klein


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