Demonstration gegen die Afghanistan-Konferenz in Bonn

10. Dezember 2011 | Veröffentlicht von Marion Junker / mt

Rund 4500 Menschen demonstrieren am 03.12.11 gegen die Afghanistan-Konferenz. Darunter auch zahlreiche AachenInnen.

Trotz des eher bescheidenen Wetters machten sich zahlreiche AachenerInnen auf den Weg, um gegen die Afghanistan-Konferenz und für den Frieden in der Region zu demonstrieren.

Sie unterstützten dabei tatkräftig den Jugendblock, der ebenfalls an den Vorbereitungen der Demonstration beteiligt war. Bereits während der Demonstration wurden Reden gehalten, die über die Problematik aufklärten und klare Forderungen an die Bundesregierung formulierten, die auch von der Menge durch eine klare Parole unterstützt wurden: „Rauf mit der Bildung, runter mit der Rüstung.“ Des weiteren wurde gefordert, dass es der Bundeswehr nicht mehr gestattet wird in Schulen für sich zu werben.

Auf der Abschlusskundgebung des ersten Veranstaltungstags sprachen zahlreiche Redner aus aller Welt. Einer von ihnen war Christian Ströbele, welcher Mitglied der Partei Bündnis 90/ Die Grünen ist. Obwohl sein Auftritt bei vielen Zuhörern nicht auf Gegenliebe stieß und Herr Ströbele sowohl ausgebuht als auch mit Eiern beworfen wurde, ließ man ihn seine Rede letztendlich doch halten. Den Unmut des Publikums wurde dadurch hervor gerufen, dass die Partei Bündnis 90/ Die Grünen an der Genehmigung einiger Kriegseinsätze beteiligt war.

Abschließend formulierte die Sprecherin des Jugendblocks klare Forderungen der Jugendbewegung. Sie verwies noch einmal auf die Rollen derjenigen Parteien, die erst die Kriegseinsätze bewilligt haben und sich jetzt gerne in dieser Hinsicht als pazifistisch darzustellen versuchen.

Laut der Informationsstelle für Militarisierung IMI investierte die BRD 2010 etwas mehr als eine Mrd. Euro für den Einsatz in Afghanistan.

Durchaus ergibt sich an dieser Stelle die Frage: Warum hat unsere Regierung so viel Geld für Rüstung? Warum kann sie nicht den selben Betrag für Bildung mobilisieren, um bspw. neue Schulbücher zu kaufen, Schulungsräume zu sanieren und mehr Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen einzustellen?

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