Der König der Belgier lässt seine Untertanen im Stich

22. September 2015 | Veröffentlicht von Aktionsbündnis gegen Atomenergie Aachen / ws

Brief-vom-KönigIst der König nicht an AKW-Sicherheit für seine BürgerInnen interessiert?

Im Rahmen des internationalen Bündnisses Stop-Tihange hat das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA) im Mai 2015 eine Petition zur Stilllegung der maroden AKWs Doel-3 und Tihange-2 gestartet.
In beiden AKWs besteht durch die Risse im Stahlbehältermantel die Gefahr eines Super-GAUs. Aus Angst vor dessen Folgen haben mittlerweile über 60.000 Menschen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden diese Petition unterschrieben.
Das Bündnis ist daraufhin kürzlich mit der Bitte an den belgischen König herangetreten, ihm diese Unterschriften zu überreichen, damit er sich für die Sicherheit seiner „Untertanen“ – und daher für die Schließung beider Schrott-Reaktoren einsetzt. (Siehe hier)
Diese Audienz hat König Phillipe jetzt allerdings abgelehnt.

Das Aachener Bündnis sieht dies als eklatante Verweigerung der königlichen Fürsorgeverpflichtung gegenüber seinen Untertanen an. Wenn der frühere belgische König Baudouin beim Bau der AKWs in den 70er Jahren noch eine Gefahr für Gesundheit seiner BürgerInnen zugelassen hatte, so kann man ihm das wegen seiner damals mangelnden Kenntnisse vielleicht noch nachsehen.
Im Jahr 2015 aber, wo die unendlichen Fehler, Schlampereien und Gefahren um die beiden AKWs bekannt sind, wo weit über 10.000 Risse gezählt wurden, wo die Rissgrößen mittlerweile auf 17,9 cm gewachsen sind – da ist solch eine Ignoranz durch den heutigen König Phillipe nicht mehr akzeptabel!
Das AAA hält es für skandalös, dass dem König die Sicherheit seiner „Untertanen“ dermaßen egal ist, dass er sich weder ihre Sorgen anhört, noch aktiv wird.

[1] hier das Anschreiben an den König

Brief-an-den-König

[2] hier das Antwortschreiben des Königs

Brief-vom-König

 

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