Proteste gegen den Luftkriegsstützpunkt in Kalkar

7. Oktober 2012 | Veröffentlicht von Detlef Peikert / mt

Am 3. Oktober 2012 demonstrierten etwa 150 Leute trotz schlechten Wetters am NATO-Stützpunkt in Kalkar gegen die dort neu eingerichtete Kommandozentrale „nördlich der Alpen“ für den luft- u. weltraumgestützten weltweiten Militäreinsatz.

Vom niederrheinischen Kalkar aus sollen in nächster Zukunft Luftkriegsoperationen, die z.B. in Afghanistan stattfinden, durchgeführt werden. Aus Aachen nahmen u.a. Aktivisten des Anti-Kriegsbündnis (AKB) und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA) teil. In Kalkar gelang es der Anti-Atomkraftwerk-Bewegung in den 80er Jahren, den „schnellen Brüter“ zu verhindern und damit auch einen Zugang Deutschlands zu nuklearem Ausgangsmaterial für Atomwaffen zu versperren. Seit der Wiedervereinigung mit der DDR vor 22 Jahren wurden hier erneut Voraussetzungen geschaffen, geostrategische Interessen mit deutschem Militär durchzusetzen. Für die Friedensaktivisten soll Kalkar erneut zu einem Symbol werden, für den andauernden Widerstand gegen deutsches Kriegstreiben.

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