„Ein Hoch“ auf die (belgische) Wallonie wg. ‚Nein zu CETA‘

22. Oktober 2016 | Veröffentlicht von

Das gallische Dorf des Jahres 2016 heißt: Wallonien!

Was wird da gerade für ein gigantischer Druck aufgebaut: „Die Uhr tickt!“, „bis Freitag muss die Entscheidung zu CETA stehen“, sonst „droht ein Debakel in der Handelspolitik“. Alles schaut auf das Parlament des belgischen Landesteils Wallonie.

Diesmal sind es nicht die Gallier, die tapferen Widerstand gegen eine scheinbar unbesiegbare Übermacht leisten. Es sind 75 Abgeordnete, die die CETA-Unterzeichnung am 27. Oktober durch EU-Gremien noch verhindern können. Der wallonische Ministerpräsident Paul Magnette hat erklärt: „Wir werden der EU bis Freitag keine Antwort geben können. Unser demokratischer Prozess ist mit diesem Zeitplan nicht vereinbar.“

Die kraz-Redaktion hat in den letzten Jahren viele sehr kritische Artikel wegen der maroden belgischen AKWs veröffentlicht. Manchen LeserInnen hatten den Eindruck, wir hätten was gegen Belgien oder „Die Belgier“. Nein dem ist NICHT so! Wir haben viele angenehme KollegInnen auf der anderen Seite der Grenze und an sehr vielen Punkten (Arbeitskämpfen!) halten wir das belgische Sozialverhalten für deutlich fortschrittlicher als das deutsche.

Besucht die mutigen Belgier

Und deshalb ist die kraz-Redaktion begeistert von der Weigerung der wallonischen Regierung, dem CETA-Abkommen einfach brav zuzustimmen. Eine Leserin forderte uns ausdrücklich auf, auch mal diese POSITIVE Meldung zu bringen und sie bat uns, folgenden Aufruf zu veröffentlichen:

Liebe Leute, fahrt in die Wallonie, bringt als Touristen Geld in diese Ecke Europas, die uns möglicherweise vorerst CETA vom Hals hält.

Wir kommen dieser Bitte hiermit gerne nach,

Zusätzlich veröffentlichen wir auch einen Aufruf „An die wallonischen Abgeordneten: Wir stehen hinter euch!“ von ‚Mehr Demokratie‘ (als Link). Unterstützt bitte diesen Aufruf. Es bleibt nur noch wenig Zeit bis zur Entscheidung!

https://www.mehr-demokratie.de/aufruf_wallonien_stoppt_ceta.html