Uranbrennstoffexporte von D nach B

1. März 2017 - 18:00

Evangelischen Erwachsenenenbildungswerk, Frėre Roger Str. 8-10

Kein Uranbrennstoff aus Deutschland für Tihange und Doel

Bei dem Vortrag von Matthias Eickhoff aus  Lingen geht es um die Lieferungen von Brennelementen aus der Areva-Brennelementefabrik im emsländischen Lingen für die Reaktoren Doel 1, 2, 3 sowie um die Lieferung von angereichertem Uran durch den weltweit zweitgrößten Urananreicherer Urenco an die belgische Electrabel-Tochter Synatom zur Brennelementherstellung. Urenco betreibt im münsterländischen Gronau die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage. Urenco gehört neben dem britischen und niederländischen Staat zu einem Drittel EON und RWE.

Das heißt, dass NRW, Niedersachsen und die Bundesregierung insgesamt durch die Herstellung, den Export und die entsprechenden Genehmigungen direkt und indirekt intensiv in den Weiterbetrieb der belgischen Schrottreaktoren eingebunden sind. Das widerspricht der von Bundesumweltministerin Hendricks ständig wiederholten These, sie könne in Deutschland nichts gegen den Weiterbetrieb der belgischen AKW unternehmen. Die letzte Exportgenehmigung für Brennelemente von Lingen nach Doel wurde noch im Frühjahr 2016 erteilt und wird derzeit abgearbeitet.

Zudem betreiben Urenco und Areva in Jülich gemeinsam die Technik-Tochter ETC, die sich der Erforschung, Entwicklung und dem Bau der militärisch hochbrisanten Uran-Zentrifugen widmet.

Der Eintritt ist kostenfrei

Eine gemeinsame Veranstaltung vom Aktionsbündnis gegen Atomenergie Aachen, dem Solarförderverein und dem Evangelischen Erwachsenenenbildungswerk

ICAL