Angst‑ statt Sicherheitspolitik

24. März 2017 - 18:30

Evangelischen Erwachsenenenbildungswerk, Frėre Roger Str. 8-10

Dr. Rolf Gössner, Bremen

Rechtsanwalt, Publizist, Vorstandsmitglied der Internatio­nalen Liga für Menschenrechte, stellvertretender Richter am Staatsgerichtshof der Hansestadt Bremen

Angst ist das Schmieröl des Staatsterrorismus – es ist diese bittere Erkenntnis, die darauf verweist, dass eine Politik der Verunsicherung und Angst als Herr­schafts­instrument nutzbar ist.

„Mit ihren rohstoffsichernden Einmischungen, aus­beute­rischen Handelsabkommen, verheerenden Wirt­schafts­sanktionen und Waffenexporten in Krisen­regionen und an Diktaturen, mit völkerrechtswidrigen Angriffskriegen und Kriegsverbrechen, mörderischem Drohnenbeschuss und Folter – mit all diesen imperi­alen Interventionen ist der Westen, auch Deutschland, mitverantwortlich für die Zerstörung menschlicher Lebensgrundlagen, mitverant­wortlich für Ausbeutung, Armut, Folter und Tod und mit­verantwortlich auch für den Zerfall ganzer Staaten.“ (zitiert nach Michael Lüders, Nahost-Experte).

Mit dem Krieg gegen den Terror insbesondere in Afgha­nistan, im Irak und in Somalia, Jemen, Libyen, Pakistan und Syrien schuf der Westen wahre Rekru­tierungs­projekte für Terroristen und züchtete seine eigenen Feinde heran.
In dieser Mitverursachung von Ausbeutung, Krieg Terror und Elend liegt auch die politische Mitverant­wortung dafür, dass Millionen Menschen in die Flucht getrieben werden.

Eintritt frei. Spenden erwünscht.

ICAL