Russische Schülergruppe zeigt Theaterstück über "Hungerblockade Leningrad"

20. April 2018 - 19:00

Aula des Anne-Frank-Gymnasium, Hander Weg 89

mit Bezug auf das Tagebuch der Lena Muchina

Lena hat die Leningrader Blockade (1941-1944) überlebt und während dieser Zeit ein Tagebuch geschrieben. Dieses wurde erst nach ihrem Tod veröffentlicht und schildert die schreckliche Situation in Leningrad, die durch die deutsche Hungerblockade bewusst herbei geführt wurde.
Die Anzahl der Verhungerten in Leningrad ist größer als die Anzahl der deutschen Zivilisten durch die Bombenkrieg im 2. Weltkrieg!

Eine Gruppe russischer SchülerInnen gastiert zur zeit in Aachen. Sie werden ein Theaterstück aufführen, das sie als Schülergruppe aus Kostroma innerhalb von fast vier Monaten in Russland einstudiert habe.
Dabei handelt es sich um eine Theater-Koproduktion zwischen dem Anne-Frank-Gymnasium und dem Gymnasium Nr. 33 in Kostroma (Partnerstadt Aachens), in der die Tagebücher von Anne Frank und Lena Muchina verarbeitet werden, wobei die genozidale Absicht der Blockade Leningrads, die in Hunderten von Aufzeichnungen dokumentiert worden ist, im westlichen Geschichtsbild zum Krieg gegen die Sowjetunion selten bis nicht herausgestellt wird.
Diese Bühnencollage reflektiert die Situation dieser beider jungen Frauen; bezogen auf das Verhältnis zur russischen Schülergruppe aus Kostroma, so thematisiert diese Aufführung ein unerhörtes Kriegsverbrechen gegenüber dem russischen Volk, weshalb gerade die deutsche Politik sich anders um die Verständigung mit Russland bemühen müsste.
Es handelt sich hier um eine der seltenen Kooperationen mit einer russischen Stadt!

Wir von der kraz empfehlen, diese Aufführung zu besuchen! Im Anschluss an die Aufführung findet eine Art „kleiner russischer Empfang“ statt.

Datum: 20.4. (Fr) um 19 Uhr
Ort: Aula des Anne-Frank-Gymnasiums,
Aachen-Laurensberg, Hander Weg 89

Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten.

ICAL