… für eine faire und verantwortungsvolle Handelspolitik

25. Januar 2019 - 11:30 bis 14:00

Grenze Lichtenbuch, Lichtenbusch

CETA-Aktionstag an der belgischen Grenze

zu dem Aktionstag (siehe unten) werden auch Traktoren aus Frankreich erwartet, und es wird eine Kundgebung mit Reden geben. Attac Aachen wird mit Fahnen, Kaffee und Gebäck dabei sein und ist auch in der angehängten Erklärung als Unterstützer aufgeführt. Es wäre gut, wenn noch andere Gruppen aus der Region als Unterstützer auftreten – ihr könnt das beschließen und direkt an Berit Thomsen (thomsen@abl-ev.de) mailen, die das Ganze für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft koordiniert.

Außerdem seid ihr natürlich alle eingeladen, zu kommen – je zahlreicher desto besser. Für Berufstätige ist der Freitagvormittag natürlich ungünstig – aber wir haben ja auch Rentner, Studenten u..ä. in unseren Reihen.

—- Das bezieht sich auf folgendes Schreiben —

Liebe Freundinnen und Freunde
Es war ja die Schweinegrippe, die unsere geplante Aktion am 28. September an der belgischen Grenze stoppte….
Nun hat die AbL und ein europäischer Unterstützerkreis diese Aktion neu ins Leben gerufen. Hintergrund ist eine Initiative des belgischen Staates gegen die in CETA geplanten Schiedsgerichte, die für den 29. Januar anberaumt ist, vor dem EUGH. Diesen Termin wollen wir nutzen, um ein starkes bäuerliches und europäisches Zeichen zu setzen und das aktuelle Handelssystem zu kritisieren sowie einen gerechten Welthandel zu fordern.

Die Aktion findet – wie auch Ende September geplant war – auf einer Brücke über der Grenzautobahn A3/E40 statt, Höhe Lichtenbusch und zwar am Freitag, 25. Januar 2019, Beginn 11:30 Uhr.

Im Anhang findet Ihr auch noch einmal die weiterhin geltende Erklärung zur Aktion, so wie wir sie für den September bereits abgestimmt hatten.

— Die zugehörige Erklärung der Bauern —

Gemeinsame europäische Bauernerklärung
… für eine faire und verantwortungsvolle Handelspolitik
Europa bringt diverse Freihandelsabkommen auf den Weg mit beispielsweise Kanada (Ceta), mit Japan (Jefta), mit einigen Mercusor-Ländern1, mit Neuseeland und Australien und mit vielen mehr. Auch mit den armen und ärmsten Ländern dieser Welt handelt Europa Verträge aus im Rahmen der sogenannten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA).
Diese Handelsabkommen führen dazu, dass landwirtschaftliche Erzeugnisse zu Billigpreisen verramscht werden, dass höhere Standards abgeschmolzen werden, dass Arbeitsstandards sinken und dass Konzerne noch mehr Macht erhalten.
Deshalb fordern wir gemeinsam:
Ceta und Co. müssen gestoppt werden – stattdessen braucht Europa eine faire Handelspolitik

  • für faire Erzeugerpreise
  • für faire Arbeitsbedingungen
  • für Klima-, Umwelt- und Tierschutz
  • für qualitativ hochwertige Lebensmittel
  • für Ernährungssouveränität

Die unterzeichnenden Bauernorganisationen

Belgien
– Fédération Unie de Groupements d’Éleveurs et d’Agriculteurs (FUGEA)
– Milcherzeuger Interessengemeinschaft Belgien (MIG-Belgien)

Deutschland
– Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)

Europa
– European Coordination Via Campesina (ECVC)
– European Milk Board (EMB)

Frankreich
– Association des Producteurs de Lait Indépendants (APLI)
– Confédération Paysanne (CP)

Niederlande
– Dutch Dairymen Board (DDB)
– Dutch Poultry famers Union (NVP)
– Nederlandse Akkerbouw Vakbond (NAV)
– Nederlandse Melkveehouders Vakbond (NMV)
– Vereniging tot Behoud van Boer&Milieu (VBBM)

Die Unterstützer
– Arbeitskreis Madagaskar der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Aachen
– FIAN-Deutschland
– Milieudefensie (Friends of the Earth The Netherlands)
– Platform Aarde Boer Consument
– Regionalgruppe Attac Aachen

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