Bedingungslose Grundeinkommen: Todesstoß für den Sozialstaat?

13. März 2019 - 18:00 bis 20:00

Evangelischen Erwachsenenenbildungswerk, Frėre Roger Str. 8-10

oder: Überzeugende Antwort auf die Digitalisierung??

Referent: Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Über das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) wird gegenwärtig in der Öffentlichkeit vieler Länder kontrovers diskutiert. Es handelt sich hierbei um einen steuerfinanzierten Universaltransfer, den sämtliche Bürger zwecks Sicherstellung ihres Lebensunterhalts ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Verpflichtung zur Erwerbsarbeit erhalten sollen. Die BGE Befürworter sehen darin eine Lösung für Arbeitsplatzverluste im Zuge der Digitalisierung und weiteren Modernisierung der Wirtschaft. Von einem Grundeinkommen erwarten sie mehr individuelle Kreativität und gesellschaftliche Produktivität. Christoph Butterwegge, der das Grundeinkommen für eine nur auf den ersten Blick faszinierende Idee hält, stellt unterschiedliche Modelle vor und formuliert drei Prüfsteine für das Konzept:

Handelt es sich um eine sinnvolle Ergänzung oder eine gleichwertige Alternative zum Sozialstaat der Bundesrepublik?
Genügt das bedingungslose Grundeinkommen den Anforderungen eines zeitgemäßen Gerechtigkeitsverständnisses (z.B. der Forderung nach Bedarfs-, Leistungs- und Verteilungsgerechtigkeit)?
Eignet es sich zur Bekämpfung der Armut in Deutschland?

Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrte bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Seine jüngsten Buchveröffentlichungen: „Hartz IV und die Folgen. Auf dem Weg in eine andere Republik?“, Weinheim/ Basel (Beltz Juventa) 2018; „Grundeinkommen kontrovers. Plädoyers für und gegen ein neues Sozialmodell“, Weinheim/Basel (Beltz Juventa) 2018; „Armut“, Köln (PapyRossa) 2019

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