Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau

19. April 2019 - 13:00 bis 17:00

,

Aufruf zur Teilnahme

am diesjährigen Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau am Karfreitag, 19. April, auf. Startpunkt ist um 13 Uhr am Bahnhof Gronau, zur Rückfahrt gibt es wieder einen Shuttle-Bus von der UAA zum Bahnhof.
Gemeinsame Abfahrt in Münster ist um 12.08 Uhr mit dem Regionalzug (Treffpunkt Reisezentrum Hauptbahnhof um 11.45 Uhr).
Von Dortmund Hbf. fährt der direkte Regionalzug um 10.52 Uhr via Lünen-Lüdinghausen-Dülmen-Coesfeld-Ahaus nach Gronau.

Weitere Infos und Mobi-Material zum Ostermarsch unter: www.ostermarsch-gronau.de
Flyer und Plakate könnt ihr beim AKU Schüttorf bestellen: aku-schuettorf@t-online.de

Bitte mobilisiert für den Ostermarsch, da wir nur gemeinsam eine Chance haben, den Druck zum Atomausstieg und für die Beendigung der Urananreicherung erfolgreich zu erhöhen!

Hintergrund

letzten Donnerstag veröffentlichte die taz einen umfangreichen Bericht zur Urananreicherung in Gronau. Dabei ging es um die Vervierfachung des Urananreicherungsgrads (s. Mail von letzter Woche), aber auch um den sehr dreisten Versuch aus dem direkten Umfeld von Urenco mit einer fingierten Stellungnahme an den Bundestag die Urenco im Vorfeld einer öffentlichen Anhörung zum Thema als Friedensfirma darzustellen und die Friedensnobelpreisträgerin ICAN gezielt zu diskreditieren. Die Spur der taz und auch unserer Recherchen führt dabei zurück nach Schüttorf und Gronau – eine sehr heiße Geschichte, die zeigt, wie mit allen Mitteln versucht wird, die Urananreicherung in Gronau am Leben zu halten.

Hier der Link zum taz-Bericht:

Zum Beeinflussungssystem von Urenco gehört auch die Tatsache, dass die CDU letzten Herbst beim Hearing im Umweltausschuss als „unabhängigen Experten“ ausgerechnet den für Urenco tätigen Anwalt Herbert Posser beauftragt hat.

Zwei Wochen zuvor hatte Urenco schon versucht, den beiden MdBs der Grünen (Sylvia Kotting-Uhl) und Linken (Hubertus Zdebel) bei einem Ortstermin Gronau vorzutäuschen, aus Gronau würde kein Uran mehr nach Belgien geliefert. Zwei Tage nach dem Hearing wurde das dann schriftlich fallengelassen. Wir berichteten.

Diese Täuschungsversuche sind wirklich dreist, zeigen aber auch, wie blank die Nerven bei Urenco liegen, wenn sie wirklich unter politischen Druck gesetzt werden – da sollten wir weitermachen.

Von der Bundesregierung dürfen wir uns da momentan nicht viel erhoffen: Das Bundeswirtschaftsministerium findet die militärisch brisante Ausweitung der Urananreicherung von Urenco auf 19,75% (HALEU) voll OK. Hier die entscheidenden Sätze der aktuellen Antwort an Grüne, Linke und taz:

„Nach Prüfung von Wirtschaftlichkeit, Marktumfeld und Bedarf könne Urenco auf dem US-Markt als Bieter auftreten. (…) Die Bundesregierung hat keine nichtverbreitungspolitischen Bedenken.“

ICAL