"Fluchtursache Freihandel" Stop-EPA-Tour in aachen

27. September 2015 - 20:00

City-Kirche St. Nikolaus,

Fluchtursache Freihandel: Europa zwingt Afrika schädliche Abkommen auf

Stop-EPA-Tour von Attac und Brot für die Welt macht in Aachen Station

Die öffentliche Kritik an TTIP und CETA, den geplanten Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den USA und Kanada, ist groß. Was die meisten Menschen hierzulande nicht wissen: Die EU zwingt auch vielen anderen Ländern Freihandelsverträge auf.2014 haben die Staatschefs der Wirtschaftsgemeinschaft der Westafrikanischen Staaten einem so genannten Wirtschafts-Partnerschafts-Abkommen (Economic Partnership Agreement / EPA)
zugestimmt, das sie nötigt, ihre Märkte für Importe zu öffnen und Konzernen Zugang zu ihren Rohstoffen zu gewähren. Derzeit läuft der Ratifizierungsprozess. Zivilgesellschaftliche
Organisationen und Kirchen schlagen Alarm. Sie warnen, dass die EPAs die Entwicklung der betroffenen Länder stark behindern und noch mehr Menschen in die Armut treiben werden.
Mit der „Stop-EPA-Tour 2015“ wollen das globalisierungskritische Netzwerk Attac und Brot für die Welt die EPAs und ihre Auswirkungen auf afrikanische Länder bekannter machen und ihre
Forderung nach einen Stopp des Ratifizierungsprozesses in die Öffentlichkeit tragen.
Am Sonntag, dem 27. September 2015 macht die Tour in Aachen um 20 Uhr in der City-Kirche St. Nikolaus Station. Attac Aachen lädt in Kooperation mit dem Eine Welt Forum Aachen und
MISEREOR zu Vortrag und Diskussion ein. Gyekye Tanoh von der Nichtregierungsorganisation African Trade Network aus Ghana und Boniface Mabanza von der Kirchlichen Arbeitsstelle
Südliches Afrika berichten an dem Abend von ihren Erfahrungen mit der Handelspolitik der EU, von abzusehenden Problemen mit den EPAs und ihren Vorschlägen für einen gerechteren Handel.
Sven Schneider von Attac Aachen: „Die EPAs sind maßgeschneidert für europäische Konzerne.
Soziale, ökologische oder regionale Kriterien sollen keine Rolle spielen. Von Entwicklungsfreundlichkeit zu sprechen, ist blanker Hohn. Mit den EPAs zwingt die EU noch mehr Menschen in die Flucht nach Deutschland und andere europäische Länder.“
Die „Stop-EPA-Tour“ führt durch zehn deutsche Städte. Endstation ist Berlin, wo am 10. Oktober bei einer Großdemonstration für gerechten Welthandel auch die EPAs Thema sein werden.

Weitere Informationen:

  • Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung, Jens Berger, 21.8.2015 in http://www.nachdenkseiten.de/?p=27289
  • Demonstration “ TTIP und CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ am 10. Oktober in Berlin: www.attac.de/ttip-demo

Für Rückfragen: Dr. Ute Koité-Herschel, Attac Aachen, 0176-27022669

ICAL