Forderung: Schulen Bundeswehrfrei !

26. September 2015 | Veröffentlicht von Gerhard Diefenbach / ws

Gegen die ständigen Werbekampagnen der Bundeswehr  mit Jugendoffizieren

FriednestaubeDer Aachener Friedenspreis e.V. und das Aachener Antikriegsbündnis kämpfen seit Jahren gegen die zunehmende Militarisierung der deutschen Gesellschaft. Sie versuchen durch Veranstaltungen und Protestaktionen eine Sensibilisierung der Menschen zu erreichen.

Heftig kritisieren sie auch die ständige Infiltration der Leserinnen und Leser Aachener Tageszeitungen durch ganzseitige Anzeigen und Werbeinformationen über die Bundeswehr.  Aber schlimmer noch sind die ständigen Werbekampagnen der Bundeswehr  mit Jugendoffizieren an den Schulen und an den Ausbildungseinrichtungen für Lehrerinnen und Lehrer.

Der mediale Aufschrei als der Aachener Friedenspreis 2013 Schulen auszeichnete, die sich als Bundeswehrfrei erklärten, zeigt deutlich wie wichtig den führenden Eliten unserer Gesellschaft die militärische Aufrüstung und die Werbung unserer Jugend für das Militär ist.

Jüngst bekannt gewordenes weiteres Beispiel sind die Vorkommnisse auf der Jugendmesse in einer Bamberger städtischen Wirtschaftsschule.:

Die Teilnahme der Bundeswehr am »Berufswahlseminar« dieser Schule sollte Aufsehen erregen.
Nachdem ein 17-jähriger Schüler sich kritisch gegen die Anwesenheit der Bundeswehr geäußert hatte, verließ er zur Pause mit seinen MitschülerInnen den Raum. Er ging zu Infoständen vor dem Schulgebäude, an denen einige Organisationen gegen die Rüstungsindustrie und das Militär an Schulen und Hochschulen protestierten. Der Schüler selbst ist Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA).
Als er nach einiger Zeit in das Schulgebäude zurückkehren wollte, hinderten ihn die Hausmeister der Schule daran und verständigten die Polizei. Er erhielt einen Platzverweis, dem er nachkam. Am 3. Februar erhielt der Schüler einen »verschärften Verweis« nach Artikel 86 des Bayerischen Erziehungs- und  Unterrichtsgesetzes (BayEUG). Darin wird ihm vorgeworfen, »im Zusammenhang mit einer Aktion gegen die Bundeswehr am Berufswahlseminar am 29.1.2015 (…) durch Provokationen seine Meinung  derart beharrlich« vertreten zu haben, »dass ein Polizeieinsatz notwendig geworden ist«.
Der von der Klassenleiterin und dem Schulleiter unterzeichnete Verweis enthielt zudem die Aussage, dass der Schüler seit Anfang des Schuljahres »mit seiner politischen, zweifelhaft linksorientierten Gesinnung« auffalle………..

den vollständigen Artikel finden Sie hier  BundeswehrAnSchulenSeite_17-18

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