Gedenken an die Pogromnacht in Aachen

11. November 2015 | Veröffentlicht von

Gegen das Vergessen – Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938 auf dem Synagogenplatz

Pogrom-2-151109Für eine Zukunft ohne Antisemitismus

Etwas 100 Aachener versammelten sich am Montagabend auf dem Synagogenplatz. Sie gedachten dort gemeinsam der Opfer der Pogromnacht am 9. November 1938. Inhaltliches Thema bei der kleinen Gedenkfeier zur Pogromnacht waren die Nürnberger Rasse-Gesetze, die an Menschenverachtung kaum zu überbieten gewesen seien und die die gesetzliche Grundlage für die Judenverfolgung wurden.

Inhaltliche Rede

Der Aachener Rechtsanwalt Rainer Hofmann hielt dann die zentrale inhaltliche Rede zum Thema. Er re

ferierte über die Ungeheuerlichkeiten der Nürnberger Rassegesetze der Nazis. Dabei legte er u.a. dar, dass die Juristen aus dem „3.Reich“ ohne Probleme nach dem Krieg in der Bundesrepublik wieder in Amt und Würden kamen, auch wenn Sie an der Ausarbeitung der Rassegesetze beteiligt waren, wie der Aachener Globke, oder „nur“ durch die Verhängung langer Haftstrafen oder Todesurteilen die Rassegesetze umgesetzt hatten.
R. Hofmann Darlegungen in diesen Teil seiner Rede waren klar. Irritierend waren aber seine anschließenden Ausführungen zum aktuellen Antisemitismus. Pauschal stellte er all diejenigen in die antisemitische Ecke, die über die Politik und Militäraktionen der Netanjahu-Regierung Israels empört sind. Dieser letztere Aspekt von Hoffmanns Rede wurde im ansonsten umfassenden Artikel der AN nicht erwähnt.

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Kulturelle Beiträge

  • Es gab Geigenmusik gespielt von Illya Kiuil.
  • Anschießend sprach Hannelore Herpertz über Schicksale von jüdischen Frauen, die mit Katholiken verheiratet waren, und dennoch zu Opfern der Nazis wurden.
  • Es wurden Gedichte aus Theresienstadt von SchülerInnen der Maria-Montessori-Gesamtschule vorgetragen (Aus dem Buch „Hier fliegen keine Schmetterlinge. Kinderzeichnungen und Gedichte aus Theresienstadt“).
  • Gymnasiums stellten das Projekt „für die Aachener Familie Levy“ vor.

Weitere Gedenkveranstaltung

Im Anschluss an die Gedenkstunde am Synagogenplatz gab es im Krönungssaal eine weitere Gedenkveranstaltung. Diese wurde von der „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ organisiert.


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