Heckmeck mit Kurt Beck

22. April 2016 | Veröffentlicht von Heinz Richrath / ws

Die Karlspreisshow: Heckmeck mit Kurt Beck

In Vorfeld der Karlspreisverleihung finden zahlreiche Vortrags und Diskussionsveranstaltungen statt. Eingeladen werden renommierte europäische Politiker,(Kurt Beck, naja) um sich zur momentanen Situation und den Zukunftsperspektiven der Europäischen Gemeinschaft zu äußern.
Am 19.4. präsentierte der Aachener Zeitungsverlag „Nürburgring“ Kurt Beck um seine Einsichten vor einer übersichtlichen Zuhörerschar im Ludwigforum unters Volk zu streuen.

Gut frisiert erging sich der ehemalige SPD Vorsitzende im üblichen Phrasen-Sprech des Berufspolitikers. Dass Europa vor einer Zerreißprobe steht, ist auch Herrn Beck nicht entgangen. Das Vertrauen in die Europäische Union singt rapide. Ein Traum wird für immer mehr Menschen zu einem Alptraum, nationalistische Bewegungen erhalten Zulauf, Solidarität ist nur noch in Spuren vorhanden. Und nicht nur zwischenstaatlich, sondern auch die nationalen Gesellschaften selber driften auseinander.

Problemanalyse durch Beck?

Als guter Prophet der Wettbewerbsfähigkeit und der Hartz-4-Gesetzgebung hört Kurt Beck bei der Ursachenforschung leider schon auf halber Strecke auf. Die krassesten Fehlentscheidungen stellt er zwar in Frage, vermeidet aber die Dinge beim Namen zu nennen. Das deutsche Verhalten gegenüber Griechenland war schöießlich pure Erpressung und alles andere als solidarisch.
Grundsätzlich ist Kurt Beck ein Anhänger der Austeritätspolitik und natürlich konnte es Kurt Beck nicht unterlassen, unterschwellig den Griechen die Schuld  an der Katastrophe zu geben. Ein Land, das weder eine funktionierende Finanzverwaltung noch ein ordentliches Katasteramt besitzt, ist natürlich an der Misere selber Schuld. Und es steht dabei die Frage im Raum, ob das vor der Einführung des Euros in Griechenland anders war. Auf die Idee, ein Haus auf morschen Holzbalken zu bauen, kommen eigentlich nur Politiker.

Wo liegen die Ursachen?

Worin liegt der Vertrauensverlust der Bürger begründet? Hat die Politik nur versagt, weil sie es versäumt hat die Bürger „mitzunehmen“? Ist es nur ein „Gefühl“, dass Entscheidungen über die Köpfe der Bürger hinweg getroffen werden?
Die Ursachen  für diesen Vertrauensverlust sind vielschichtig. Die Lösung des Problems wären relativ simpel: lasst die Bürger über weitreichende Verträge wie TTIP durch Volksabstimmung doch einfach mal selber entscheiden. Oder mangelt es der Politik an Vertrauen in den Bürger? Ohne diese Bürger stünde diese Regierung in der Flüchtlingskrise vor einen Offenbarungseid.

Man darf schon jetzt gespannt darauf sein, was als Nächster  der Phantom-Notengeber Armin Laschet zum Besten gibt.


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