Irreführung zur HGÜ Höchstspannungs-Trasse Aachen-Lüttich (ALEGrO)

11. Mai 2017 | Veröffentlicht von

Dient ALEGrO nur dem Stromhandel mit Fossilstrom – statt die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 zu ermöglichen?

Für die kraz-Leser*innen, die sich intensiver mit den technischen Hintergründen der Energie-Diskussion befassen wollen, empfehlen wir einen informativen Diskussionsbeitrag vom Solar-Förder-Verein Aachen (SFV).  Die These vom SFV lautet:
Nicht die Sofortabschaltung der tickenden Zeitbomben Tihange 2 und Doel 3 ist vorrangiger Zweck der HGÜ-Trasse ALEGrO, sondern eine Erleichterung des Stromhandels mit Fossilstrom“

In den nächsten Wochen wird der Regierungsbezirk Köln über den Antrag des Netzbetreibers Amprion (früher RWE-Tochter) auf Baugenehmigung einer HGÜ-Höchstspannungsleitung von Oberzier nach Lichtenbusch entscheiden. Der Ablauf dieses Verfahrens wird in einem Merkblatt der Bezirksregierung beschrieben. So mancher Grundbesitzer wird überrascht feststellen, dass zum Bau dieser Leitung ein 20 Meter breiter und 3 Meter tiefer Graben quer durch sein Grundstück gebaggert werden muss.

  • Um dennoch die lokale Akzeptanz dieses Projektes zu erhöhen, wird den betroffenen Grundbesitzern vorgegaukelt, ohne die HGÜ-Leitung könnten die beiden tickenden Zeitbomben Tihange 2 und Doel 3 nicht abgeschaltet werden.
  • Um die Akzeptanz der deutschen Atomgegner zu gewinnen, wird ihnen angedeutet, dass die ALEGrO Trasse Belgien beim Ausstieg aus der Atomenergie helfen werde.
  • Um den Widerstand der klimabesorgten Bürger zu überwinden, wird erzählt, dass Süddeutschland mit Hilfe von ALEGrO mehr Windstrom aus Norddeutschland erhalten werde.

Was ist nun von diesen drei Behauptungen zu halten?

  • Ohne ALEGrO könnten Tihange 2 und Doel 3 nicht abgeschaltet werden
  • Belgien könnte ohne ALEGrO, nicht aus der Atomenergie aussteigen
  • ALEGrO sei notwendig für die deutsche Energiewende

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