Kritik an der Reit-EM in Aachen

24. August 2015 | Veröffentlicht von Tierrechte Aachen

Tierrechte Aachen demonstriert gegen Reit-EM

Tierrechte-EMAm 22.08.15 haben etwa 25 Personen an einer von der Gruppe Tierrechte Aachen organisierten Demonstration unter dem Motto “Part with it – No FEI in Aachen” teilgenommen, um gegen die Tierausbeutung der gegenwärtig stattfindenden sog. FEI Europameisterschaften im Reiten (“Reit-EM”) zu protestieren.

Die Demonstrierenden kritisieren die Veranstaltung, da diese, wie andere Reitturniere auch, darauf beruht, dass Pferden intensive Trainingseinheiten, weite Transportwege und häufig Einzelboxenhaltung zugemutet werden. Die Bedingungen sind nicht mit den natürlichen Bedürfnissen der Tiere vereinbar. Zudem war die Reit-EM bereits durch das Medienecho um den Fall des “Pferdestars” Totilas in die Kritik geraten, da das Pferd anscheinend wissentlich gequält worden war.

Der Protest richtete sich aber nicht nur gegen den Reitsport, sondern es wurden verschiedene gesellschaftliche Unterdrückungsmechanismen aufgrund ihrer Ähnlichkeit kritisiert: „Tiere werden in unserer Gesellschaft systematisch unterdrückt“, so eine Teilnehmerin, “Speziesismus, also die ungleiche Berücksichtigung gleicher Bedürfnisse, wie etwa Schmerzfreiheit, nur aufgrund der Spezieszugehörigkeit, ist im Grunde nichts anderes als etwa Rassismus und Sexismus – eine willkürliche Trennung”.

Die Demonstration führte vom Kugelbrunnen über den Aachener Marktplatz, wo es eine Zwischenkundgebung gab, bis zum Sportpark Soers, dem Austragungsort der Reit-EM. Dort wurde eine Abschlusskundgebung gehalten und die Besucher der Reit-EM wurden über das mit dem Pferdesport zusammenhängende Tierleid informiert.

An der Demonstration beteiligten sich neben Tierrechte Aachen auch Animal Rights Watch, Aachen Vegan, Respect voor Dieren (NL) sowie Einzelpersonen.

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