Laser-Beamer versetzten AKW-Tihange ins rechte Licht

29. September 2016 | Veröffentlicht von

Atomkritische-Texte auf Kühlturm vom AKW-Tihange

Aktion in Tihange mit späterem Polizeieinsatz

© Heike Lachmann

Am 27.9. haben Aktivisten zusammen mit der Firma gridX eine Aktion am Atomkraftwerk Tihange durchgeführt. Mit Laser-Beamern wurden atomkritische Texte & Symbole und die Werbung für gridX spektakulär auf den Kühlturm von Tihange No. 1 gestrahlt. Es ging um den gemeinsamen Kampf gegen Atomkraft: kommerzielle Alternativen zur Atomenergie verbündeten sich mit der klassischen Anti-AKW-Bewegung!

Aktion in Tihange mit späterem Polizeieinsatz

© Heike Lachmann

Die kommerzielle Firma gridX (siehe hier https://gridx.de/) stellt Geräte her, mit denen räumlich verteilte, regenerative Stromerzeugungssysteme (Solar-, Windlagen-, Biogasanlagen und auch Speichersysteme) zu EINEM großen, virtuellen Kraftwerk zusammengeschaltet werden können. Dadurch stellen sie eine Größenordnung dar, die es „den großen Energieerzeugern“ deutlich schwerer macht, regenerative Energien einfach an die Wand zu drücken.

Die Anstrahl-Aktion dauerte nur knappe 12 Minuten.

Dann schaltete die belgische Polizei den Beamer ab. Dabei wendete einer der Polizisten äußerst rüde und gewalttätige Methoden an. Nach

Aktion in Tihange mit späterem Polizeieinsatz

© Heike Lachmann

Aussage mehrerer Aktivisten roch er stark nach Alkohol und wirkte auch entsprechend unkontrolliert.
Die Polizeiaktion war auf die konkrete Situation bezogen völlig unangemessen.

Das Gelände auf dem der Beamer und die Kamerateams standen war frei zugängliches, nicht als privat gekennzeichnetes Gelände auf der dem AKW gegenüberliegenden Ufer der Maas!

Aktion in Tihange mit späterem Polizeieinsatz

© Heike Lachmann

Gezielte Einschüchterung durch Polizeigewalt gegen Aktivisten?

Das ganze Vorgehen erzeugte den deutlichen Eindruck, dass dahinter die Strategie stand, Aktivisten durch ein bewusst gewalttätiges Auftreten möglichst stark zu beeindrucken und wegzujagen.

Die Aktion hat in den deutschen Medien einen starken Widerhall gefunden. Seit heute 21 Uhr berichten auch die belgischen Nachrichtenagenturen und Zeitungen.