Leserbrief zur Militarisierung der deutschen Aussenpolitik

8. April 2014 | Veröffentlicht von Ullrich F.J. Mies / ws

Im ‚Spiegel‘ wird zur Zeit eine Militarisierung der deutschen Aussenpolitik propagiert. Siehe hierzu den Spiegelartikel, der mit folgender Überschrift beginnt:

Krim-Krise: Große Koalition streitet über militärpolitische Konsequenzen

und weiter:  „Zwischen SPD und Union gibt es offenen Streit, ob sich die deutsche Verteidigungspolitik wegen der Krim-Krise grundsätzlich ändern sollte. Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold plädiert im SPIEGEL für eine strategische Neuausrichtung, die Union will sich widersetzen.“

Leserbrief

Unser Vaalser Leser U. Mies hat dazu folgenden Leserbrief an den Spiegel geschrieben:
Sehr geehrter Herr Arnold, dass die SPD eine politische Partei auf Geisterfahrt ist, ist für kritische Beobachter der Szene

keine neue Erkenntnis. Insofern passt es hervorragend ins Bild, wenn Sie sich als Kriegstreiber und „strategischer Neuorientierer“ im potentiellen Kriegsgeschehen gegen Russland positionieren wollen. Karrieren wollen geplant sein. Ferner müssen die geostrategischen Pflöcke eingeschlagen & die Ressourcenströme aus dem Osten abgesichert werden.
Solche Leute wie Sie können es ja gar nicht erwarten, neues Kriegsgerät gegen Russland zu entwickeln und die Panzer-„Flotte“ in Stellung zu bringen. Auf dass es bald wieder heisst: „Jeder Schuss ein Russ“. Fehlt nur noch der „Tritt gegen den Brit“ und der „Stoß gegen den Franzos“.
Aber auch das werden solche Sturz-Reaktionäre wie Sie, die die CDU noch rechts überholen, bestimmt hinbekommen. Das ist die „neue Verantwortung“, die Deutschland übernimmt. Nein! Sie übernehmen gar keine Verantwortung. Eine politische Positionierung wie die Ihre ist widerwärtig, gefährlich, ein Schande für Deutschland.
Für Sie und andere Kriegstreiber ist in den Haag noch Platz, Herr Arnold.
Ullrich F.J. Mies