Martin Schulz aus Würselen wird SPD-Kanzlerkandidat

27. Januar 2017 | Veröffentlicht von Heinz Richrath / ws

Ein weiterer Schandfleck auf der Weste der Sozialdemokratie

Kommentar von Heinz Richrath
Nachdem die Umfragewerte der SPD stabil miserabel sind gab der Vorsitzende Sigmar Gabriel am 24.1.2017 seinen Verzicht auf Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz bekannt.Ins Rennen schicken die Sozialdemokraten Martin Schulz, den Genossen und ‚großen‘ Europäer aus Würselen.

Martin Schulz und der Don Corleone aller Steuertrickser, J.C.Juncker, sind ziemlich beste Freunde

Die Europabilanz der beiden Karlspreisträger ist niederschmetternd. Erste Mitglieder ergreifen die Flucht. Im Süden Europas herrscht Jugendmassenarbeitslosigkeit. Die westlichen Werte ertrinken im Mittelmeer, haben Asyl in Russland gefunden, landen auf den Konten krimineller Bänker oder finden unter tatkräftiger Mithilfe eines J.C.Juncker den Weg in Briefkästen- und Steuer-Oasen.
Jeder anständige Sozialdemokrat würde in der Nähe von Juncker mit Übelkeit kämpfen. Nicht so Martin Schulz.Zwei Brandstifter im Biedermeierkostüm und im Geist.

Juncker hat uns erklärt wie die EU funktioniert

„Wir beschließen etwas, stellen das in den Raum und warten einige Zeit, ob etwas passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, machen wir weiter.“
Sie machen nicht nur was sie wollen, sie halten uns auch für doof.

Will der „Agenda2010-“ und „Ceta-Beklatscher“ Schulz sein zerstörerisches Werk im Bund fortsetzen?

Eine Fußballkarriere blieb Schulz versagt. Als Filigrantechniker war Schulz nicht bekannt. Eher eine Art Berti Vogts. Mit ein paar Beinbrüchen hätte die Gesellschaft leben können, mit dem Zerfall nicht. Was dem Grobmotoriker als Fussballer fehlt, liefert Schulz als brillanter Rhetoriker ab.

Eine Schulz-Rede

besteht aus viel Pathos, ein wenig Einsicht und noch mehr Verdrängung. Verantwortung wird nur angedeutet und bleibt ansonsten ein Fremdwort. Von einem Kanzlerkandidaten Schulz ist keine neue SPD Politik zu erwarten. Man hat sich auf ein Weiter-So geeinigt. Nur mit einem anderen Gesicht.

Die Chance, Schulz könnte Kanzler werden, ist so groß wie ein Sechser im Lotto. Für die SPD wird es allenfalls reichen erneut Merkels Steigbügelhalter zu geben. In unruhigen Zeiten wird man sich gezwungen sehen aus nationaler Verantwortung erneut in eine große Koalition zu gehen.Natürlich nur um Schlimmeres zu verhüten.

Welche Interessen vertritt die SPD eigentlich, außer die eigenen?

Steinmeier haben sie noch schnell zum Bundespräsidenten ausgekungelt.
Auf einen selbstverliebten Pfaffen folgt ein Apparatschik mit dem Temperament eines Aktenordners.
Gabriel hat sich noch schnell zum Außenminister gemacht und lässt Schulz den Vortritt beim drohenden Desaster.
Was für ein Postengeschacher.

Mit Rot beschmieren die Sozialdemokraten allenfalls noch Wahlplakate.

Steinmeier als Bundespräsident ist ein Schlag ins Gesicht jedes Armutsrentners, Leiharbeiters, Hartz4-Beziehers und Lohnsklaven. Nicht einmal SchamesROT ist bei Sozialdemokraten anzufinden. Wo findet man überhaupt noch einen „anständigen“ Sozialdemokraten, der nicht dem Wahn des Neoliberalismus erlegen ist?

Zur Suche nehme man eine Lupe, besser ein Mikroskop.Und wo beginnt man mit der Suche? Bei Gazprom, bei einer Veranstaltung der Commerzbank oder auf der Gehaltsliste von Deutschlands sympathischstem Unternehmer Carsten Maschmeyer?

Tucholsky stellte einst die Frage:

„Hörst du nicht manchmal in dunkler Nacht,
eine leise Stimme, die mahnend spricht;
Genosse, schämst du dich nicht-?“
Ja Genossen! Warum schämt ihr euch eigentlich nicht?

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