Protest gegen das organisierte Jagen

26. Februar 2015 | Veröffentlicht von 'Tierrechte Aachen' / ws

JägerInnen demonstrierten mit Blashörnern gegen die Modernisierung des Jagdgesetzes

Tierrechte-1am Dienstagabend haben JägerInnen eine Versammlung am Elisenbrunnen abgehalten. Sie demonstrierten mit Blashörnern gegen die Modernisierung des Jagdgesetzes.
Durch die Überarbeitung dieses Gesetzes soll unter Anderem das Töten von Hunden und Katzen eingeschränkt werden. Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 400.000 Katzen und 65.000 Hunde von JägerInnen erschossen. Auch das Aufstellen von Fallen, in denen die Tiere langsam verenden, will die Landesregierung untersagen.
Spontan fanden sich ein Dutzend Menschen zusammen um den Tieren eine Stimme zu geben.

Im Verlauf der Kundgebung schlossen sich weitere Passanten diesem Protest gegen das organisierte Morden an. Bereits mehr als zwei Tierrechte-2Drittel der deutschen Bevölkerung fordert laut einer Emnid-Umfrage die Abschaffung der Jagd. Mit Redebeiträgen und Hintergrundinformationen haben wir diese Forderung lautstark der Mordlust der Jägerversammlung entgegen gestellt.

Die Jägerschaft erzeugt durch Fütterung von Wildtieren eine künstliche Überpopulation. Ihr einziges Ziel ist es mehr Tiere zum Abschuss zur Verfügung zu haben. Die Jagd verstärkt das Fluchtverhalten der Tiere, wodurch sich eigentlich örtlich begrenzte Krankheiten schneller und vermehrt ausbreiten. Erfahrungen aus den Niederlanden und Italien zeigen, dass sich nach dem Verbot der Jagd wieder ein natürliches Gleichgewicht einstellt.

Die von der Landesregierung vorgebrachte Novelle des Jagdgesetzes ist nur ein erster Schritt.
Das Grundrecht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit muss ohne Ausnahme für alle fühlenden Lebewesen gelten.

Stellvertretend für alle die sich heute für die Tiere eingesetzt haben, unterzeichnet ‚Tierrechte Aachen‘