Protest gegen den/die Krieg(sgefahr) in Syrien

15. April 2018 | Veröffentlicht von

Kundgebung und Demo am Samstag um 11:55

Protest gegen die Eskalation der Kriegsgefahr in Syrien in Aachen
angesichts der Eskalation der Kriegsgefahr durch die USA und ihre Verbündeten im Syrien hatte am Donnerstagabend das Antikriegsbündnis Aachen (AKB) in Abstimmung mit dem Aachener MdB Andrej Hunko eine Kundgebung und Demonstration bei der Polizei angemeldet; so lautete die Planung der Aktion am Freitag. „Samstag um 11 Uhr 55 am Elisenbrunnen“.

Am Tag der Aktion war es dann aber schon „5 nach 12″. Die westlichen Staaten USA, England und Frankreich hatten –  völkerrechtswidrig! – in der Nacht syrisches Staatsgebiet mit Raketen und Marschflugkörpern aus der Luft angegriffen!

Zur Kundgebung am Elisenbrunnen und der anschließenden Demo durch die Stadt waren etwa 120 AktivistInnen eingetroffen. Trotz der (für diesen gruseligen Anlass) überschaubaren Anzahl war die Wirkung bei der Aachener Bevölkerung und den vielen Touristen in der Stadt überwältigend positiv.

Der Demozug (mit dem Lautsprecherwagen) ging sogar mitten über den vollbesetzten Marktplatz und durch die mit Passanten gefüllte Krämerstraße. Und dann ging es auch noch durch den Elisengarten, auf dem viele Menschen diesen ersten sonnigen Frühlingstag genossen. Die Menschen hörten mit Interesse die Durchsagen des AKB. Überall applaudierten die Menschen und zeigten ihre Zustimmung durch den erhobenen Daumen!

Es war offensichtlich: Die Menschen wollen KEINEN Krieg !

Nach ca. 1 1/2 Stunde wurde die Aktion wieder am Elisenbrunnen beendet.

link zum video hier

—- Im Folgenden dokumentieren wir das Aufrufflugblatt des AKB zur Aktion —-

Fake news „Giftgaseinsatz Syriens“:
Trump, Macron und Theresa May sind
Die Luftwaffe der Dschihadisten!

14.4.2018: Heute morgen um 4 Uhr Orts­zeit haben die USA, Frankreich und England Ziele in Syrien bombardiert.Sie handeln nicht nur völkerrechtswidrig und ohne UNO-Mandat, sie handeln de fakto als Luftwaffe der Dschihadisten!

Wem nützt die Behauptung vom Giftgaseinsatz?

Zum wiederholten Mal behaupten Politiker und Medien im Westen, dass die syrische Armee mit Duldung Russlands Giftgas gegen die Bevölkerung eingesetzt habe. Je aussichtsloser die militärische Lage für die islamistischen Terroristen und Kopfabschneider wird, umso häufiger werden die Behauptungen über Giftgaseinsätze der syrischen Armee.

Aber: welches Kalkül sollte Syrien mit dem Einsatz von Giftgas verfolgen? Wer kurz vor dem militärischen Sieg steht, wie in Ost-Ghuta, wäre verrückt, durch den Giftgaseinsatz ein militärisches Vorgehen der Kriegsmächte unter US-Führung zu riskieren. Naheliegender ist eine Inszenierung durch die Terrorbanden selbst, um das Eingreifen der USA und anderer zu erreichen.

Die Bombenangriffe müssen von der Bundesregierung verurteilt werden!

Ohne dafür Beweise vorzulegen, haben Trump, Theresa May und Macron Bombenangriffe auf Ziele in Syrien durchgeführt. Der neue deutsche Außenminister Heiko Maas fordert, den Druck auf Russland zu erhöhen.
Maas ist Jurist und sollte wissen, dass man nach rechtsstaatlichen Grundsätzen erst Beweise braucht, bevor über Strafen gesprochen werden kann. Er sollte zudem wie auch Frau Merkel wissen, dass nach dem Völkerrecht militärische Angriffe auf souveräne Staaten unzulässig sind.

Auch wenn sich Deutschland militärisch nicht beteiligt hat, hat Frau Merkel die Angriffspläne der USA begrüßt und sagte sie würde das Vorgehen „politisch mittragen.“ Wer jetzt wie der Westen die Eskalation des Krieges in Syrien betreibt oder wie Frau Merkel unterstützt, riskiert einen Krieg mit Russland mit unabsehbaren Folgen.

Es gibt nur einen Weg:

Die Behauptungen über den Giftgaseinsatz müssen durch eine unabhängige Untersuchung überprüft werden! Und falls er sich als wahr herausstellen sollte, müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und zwar juristisch, nicht mit Bomben!

Die Bundesregie­rung muss jegliche logistische und militärische Unterstützung für die Bombenwerfer-Staaten einstellen!
Bomben bringen keinen Frieden!

—- Über Kriegsführung mit Fake News: —–

Lord Arthur Ponsonby (1871-1946), ein englischer Friedensaktivist, schrieb 1928 ironisch, wie Politiker Kriege rechtfertigen:

1. Wir wollen den Krieg nicht.
2. Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung.
3. Der Führer des Gegners ist ein Teufel.
4. Wir kämpfen für eine gute Sache.
5. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen.
6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich.
7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm.
8. Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache.
9. Unsere Mission ist heilig.
10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter.

www.Antikriegsbündnis-Aachen.de

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