„Pumpen“-Problem deutlich gefährlicher als zuerst bekannt!

24. Februar 2016 | Veröffentlicht von Aktionsbündnis gegen Atomenergie Aachen / ws

Die defekte Pumpe ist Teil vom (nuklearen!) Primärkreislauf des AKW!

Nachtrag zur gestrigen Meldung: Die gemeldete defekte Pumpe liegt im Primärkreislauf des AKWs. Sie ist also auf der nuklearen Seite der Anlage und somit deutlich sicherheitsrelevanter für den AKW-Betrieb als die Pumpne im Sekundärkreislauf!
Hier liegt offensichtlich auch die Antwort und Erklärung auf unsere gestrige Frage, warum das AKW mindestens 3 Wochen abgeschaltet sein wird.

Gefährliche Wartungsstrategie seitens Electrabel

Eine Ursache dieses Pumpenversagens liegt sicher auch an der „speziellen“ Wartungsstrategie von Electrabel, nämlich Anlagenkomponenten erst dann zu flicken, (möglicherweise sogar wirklich nur durch „Pflaster“) wenn sie kaputt sind. Sauber Ingenieursarbeit würde stattdessen bedeuten, Teile schon im VORAUS und vorsorglich reglemäßig auszutauchen, damit es garnicht erst zu solchen Ausfällen aus Altersschwäche kommen kann.

Transparenz?

Dass wir aber erst heute erfahren, dass die Situation gefährlich war/ist als gestern gemeldet, ist (natürlicher?) Teil der „Transparenz“-Strategie von Electrabel: Die lügen und verschleiern weiterhin ohne jeden Skrupel. Sie versuchen, die Wahrheit nur Stück für Stück zu offenbaren, statt bei einem Fehler nicht nur „Pumpe-kaputt“ zu melden, sondern auch dazu auch ehrlich einzugestehen, dass es die im Primärkreislauf ist!
Wie lange werden wir bei einem Super-GAU warten müssen, bis Electrabel letztendlich doch das Versagen auch tatsächlich einzugestehen?

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