Schaufensterpuppen rufen zur Demo auf !

15. September 2016 | Veröffentlicht von attac-Aachen / ws

In Aachen rufen Schaufensterpuppen zur „Stop CETA/TTIP-Demo nach Köln auf!

ttip_demo_logo_spray Seit Sonntagmorgen rufen Schaufensterpuppen in der Aachener Innenstadt mit Sprechblasen zur Teilnahme an der Großdemonstration gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP am 17. September in Köln auf. Mit dieser ungewöhnlichen Aktion machen Aachener Aktivistinnen auf die in 7 Städten zeitgleich stattfindenden Großdemonstrationen am kommenden Samstag aufmerksam.

Sieben Demos auf einen Streich !!!

In Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart gehen Menschen unter dem Motto“CETA und TTIP stoppen! – Für einen gerechten Welthandel!“ auf die Straße. Das veranstaltende Bündnis kritisiert u.a. den durch die Handelsabkommen drohenden Demokratieverlust und Abbau von Rechtsstaatlichkeit.

CETA ist TTIP durch die Hintertüre

dsc_0094„Wir wollen alle Aachener Bürgerinnen und Bürger motivieren, ihren Protest gegen die sogenannten ,Frei‘ Handelsabkommen auf die Straße zu tragen. Gerade jetzt, wo Gabriel TTIP als gescheitert erklärt hat, befürchten wir, dass manche es nicht mehr als notwendig erachten an der Demo teilzunehmen. Doch TTIP ist noch nicht tot“ (Akvitivistin 1).dsc_0115 Aktivistin 2: „Zudem nimmt CETA, das kanadische Abkommen, TTIP schon vorweg. Es ist ,TTIP durch die Hintertür‘. Das Abkommen mit Kanada ermöglicht private Investorklagen gegen EU-Staaten – auch von rund 42.000 US-Unternehmen mit kanadischen Tochterfirmen“.

„Schütz‘ das, was Dir wichtig ist“

Während die Schaufensterpuppen mit Dialogen wie „Was geht nächstes Wochenende?“ „Da ist die Stop CETA & TTIP Demo in Köln. Komm mit!“ zur Teilnahme an der Demonstration aufrufen, ist auf den Werbeplakate der Provinzial-Versichedsc_0095rung („Schütz‘ das, was Dir wichtig ist“) zu lesen, was durch die Handelsverträge bedroht ist: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Verbraucherschutz, bäuerliche Landwirtschaft, Kulturförderung und soziale Standards.
„Diese Adbusting-Aktion, bei der Werbeplakate verändert und Botschaften im öffentlichen Raum hinterlassen dsc_0063werden, ist nicht aus dem Bündnis heraus entstanden, sondern eine Aktion Einzelner gewesen“ (Aktivistin 3). „Mit dieser kreativen Aktion wollen wir die Menschen auf die Demo und die Gefahren der Handelsabkommen aufmerksam machen. Wichtig war uns dabei, die Schaufenster nicht zu beschädigen. Daher haben wir nur leicht entfernbares Klebeband und einfach abwaschbare Kreidestifte verwendet“ (Aktivist 4).

Das Aachener Anti-TTIP-Bündnis

Es besteht u.a. aus den Aachener Regionalgruppen von Attac, Greenpeace, der KAB, dem NABU sowie dem DGB hatte bereits am vergangenen Wochenende am Holzgraben über die Gefahren der Freihandelsabkommen und die Demonstration für einen gerechten Welthandel informiert. Im Aufruf des bundesweiten Trägerkreises heißt es: Auf beiden Seiten des Atlantiks streiten wir zusammen mit unseren Freund/innen und Partner/innen in Kanada und USA gegen Abkommen, die vor allem mächtigen wirtschaftlichen Interessengruppen dienen und somit das Ungleichgewicht zwischen Gemeinwohl- und Wirtschaftsinteressen festschreiben. Hier wie dort treten wir für eine Handels- und Investitionspolitik ein, die auf hohen ökologischen und sozialen Standards beruht und nachhaltige Entwicklung in allen Ländern fördert. Wir brauchen soziale und ökologische Leitplanken für die Globalisierung (http://ttip-demo.de/home/aufruf/).

KONTAKT: aachenmobilisiert@posteo.de)
ECKDATEN: Demo für einen gerechten Welthandel: CETA & TTIP stoppen.
Samstag, 17. September 2016, 12.00 Uhr Köln, Deutzer Werft
Gemeinsame Anreise ab Aachen: Treffen 10.00 Uhr Aachen Hbf