Störfall im belgischen AKW Doel 1 – wie schwer?

29. April 2018 | Veröffentlicht von

Leck im Block-1 vom AKW Doel – Meiler bleibt bis Oktober vom Netz

Aber: Der Störfall hat natürlich KEINERLEI Auswirkungen auf die Sicherheit!

Im belgischen Atomkraftwerk Doel bei Antwerpen hat es mal wieder einen Störfall gegeben: Im Primärkreislauf des Reaktors 1 sei ein Leck aufgetreten – das hat der Betreiber Engie-Electrabel (HEUTE) am Sonntag (29.04.2018) bestätigt.
(Hier die entsprechende Meldung aus dem WDR!)
Also natürlich immer noch KEINE Gefahr für die Bevölkerung – auch wenn der Fehler schon am 23.4. aufgetreten ist und damals (verlogenerweise!!) gemeldet wurde, der Reaktor wäre angeblich nur wegen „Wartungsarbeiten“ stillgelegt worden. Uns war vor fünf Tagen schon aufgefallen, dass die damals gemeldeten Wartungsarbeiten als „ungeplant“ auf der Internetseite von Engie gekennzeichnet waren. Aber so sieht die „ehrliche Berichterstattung“ von Engie aus!

HEUTE gilt laut Engie folgende Wahrheit:

  • Bei dem Leck treten täglich mehrere Liter hochradioaktives Wasser aus.
  • Es befindet sich in einer Wasserleitung im Notkühlsystem von Reaktor Doel 1.
  • Das Leck ist nur schwer zugänglich und
  • Arbeiter können aufgrund der Strahlung nur kurze Zeit an der Stelle verbleiben,

… das schreiben belgische Medien.

Jetzt soll der Reaktor bis mindestens Oktober vom Netz bleiben, auch wegen weiterer (HÄÄÄ?) Routinearbeiten, so ein Sprecher von Engie-Electrabel. Dieser sagte auch, es gebe zurzeit keine Gefahr für die Bevölkerung.

Laufzeit von Reaktor 1 wurde verlängert

Ach übrigens: Der Reaktor 1 ist der älteste Meiler von insgesamt vier Reaktoren in Doel.
Eigentlich sollte Doel 1 bereits 2015 vom Netz gehen.
Seine Laufzeit ist aber bis 2025 verlängert worden.
Und zum Trost für alle Aachener LeserInnen: Doel liegt etwa 120 Kilometer Luftlinie von Aachen entfernt.

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