Worum geht’s im Krieg im Jemen?

21. Februar 2018 | Veröffentlicht von

Informationsveranstaltung mit Ali Al-Dailami

Worum geht es eigentlich bei dem Krieg im Jemen? Und wie ist die Beteiligung Deutschlands zu bewerten? Was können wir tun? Das waren die Fragen auf der Veranstaltung am Sonntag im Linken Zentrum.
Der Aachener Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko hatte eingeladen und etwa 40 Interessierte waren gekommen, um einen außerordnlich spannenden und informativen Vortrag von Ali Al-Dailami zu hören. Er wurde im Jemen geboren, ist aufgewachsen in Gießen und dort Vorstand im Kreisverband. Er gehört aktuell dem geschäftsführenden Parteivorstand der Partei DIE LINKE an.

Übersicht

Vor fast drei Jahren, im März 2015, begann eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz ihren bis heute andauernden und immer weiter intensivierten Krieg gegen den Jemen, dem nach UN-Angaben bereits über 10.000 Zivilpersonen zum Opfer gefallen sind. Laut der Hilfsorganisation Oxfam sind 22,2 Millionen Menschen und damit drei Viertel der gesamten jemenitischen Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen, 11,3 Millionen Menschen sind in akuter Not. Fast drei Millionen Jemeniten befinden sich auf der Flucht im eigenen Land. Ein Verlassen des Landes ist so gut wie nicht möglich. Über 900 000 Jemeniten sind an Cholera erkrankt, es handelt sich dabei um den weltweit größten bisher erfassten Ausbruch und über 2 200 Menschen sind bereits an den Folgen gestorben. Laut den Vereinten Nationen droht im Jemen die größte Hungersnot, die die Welt seit Jahrzehnten erlebt hat. Im November 2017 forderten mehr als 20 internationale Hilfsorganisationen die Aufhebung der Blockade der Luft-, Land- und Seeverbindungen in den Jemen. Diese sei maßgeblich ursächlich für den Hungertod, der Millionen weiteren Jemeniten drohe. Flughäfen und Häfen müssten wieder geöffnet werden, damit Lebensmittel, Benzin und Medikamente ins Land transportiert werden könnten.

Power-Point-Folien aus dem Vortrag

Wir werden hier die  Texte aus den Power-Point-Folien des Vortrags wiedergeben.

 

Hintergrundberichte, die wir im Zusammenhang mit dem Jemen für wichtig halten.

Die Humanitäre Katastrophe im Jemen spitzt sich zu:  8.01.2017
Im Jemen ereignet sich eine humanitäre Katastrophe. Die Mangelernährung ist laut UNICEF auf einem neuen Höchststand. Knapp 2 Millionen Kinder leiden an Unterernährung. Alle 10 Minuten stirbt mindestens ein Kind. Beim Krieg im Jemen handelt es sich um einen Schandfleck der westlichen Mainstreammedien. Die westlichen Regierungen wollen nicht, dass die Medien über ihre Beteiligung am Krieg berichten.
Video: https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/45054-jemen-westliche-mainstreammedien-humanitare-katastrophe/

Amerikas Schattenkrieg – Die Ausbreitung des US-Militärs in Afrika: 8.01.2017
In keinen Erdteil entsandten die USA in den vergangenen Jahren mehr Spezialkräfte als nach Afrika. Ein zentraler Bestandteil der militärischen Planungen ist dabei das US Africa Command (AFRICOM). (…)
Dass sich die Zentrale in Stuttgart befindet, hat auch seine Gründe. Diese liegen in erster Linie im Misstrauen der Afrikaner gegenüber einer weiteren ständigen Präsenz des US-Militärs auf afrikanischem Boden. So rufen Stationierungsvorhaben etwa in der Zivilgesellschaft und lokalen Medien regelmäßig erheblichen Widerstand hervor.
Zum Artikel: https://deutsch.rt.com/afrika/45061-amerikas-schattenkrieg-militarische-engagement-afrika/


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