Nachträge zur gestrigen Solidaritätsaktion

15. November 2012 | Veröffentlicht von Walter Schumacher

Gestern hatten wir berichtet, dass die Medien in Aachen die Solidaritätsaktion mit den Streiks in Süd-Europa im Vorfeld totgeschwiegen haben. Wie sieht es am Tag danach aus?

1. Ist diese Berichterstattung der ‚Aachener Zeitung‘ tendenziös ?

VOR der Aktion unterbleibt jeder Hinweis auf die kommende Solidaritätsaktion.  Am Tag DANACH gab es eine Meldung unter der Überschrift: „Randalierer verletzt Polizisten bei Solidaritäts-Kundgebung“.

Liest man den Text genau stellt sich heraus, dass diese Überschrift sich auf folgenden Satz bezieht: „Zu dem Zwischenfall kam es vor der Kundgebung, als ein Mann, der nach derzeitigen Erkenntnissen nicht zu den Demonstranten gehörte“.

Daraus dann die o.g. Überschrift abzuleiten Ist schon etwas kompliziert.

Trozdem muss man sehen, dass die AZ (die konservativere Lokalzeitun) damit ihrer Berichtspflicht eher nachkommt als die AN:

 

2. Die ‚Aachener Nachrichten‘ „vergessen“ auch hinterher, über die Solidaritätsaktion zu berichten.

Die heutigen AN berichtet unter der Überschrift „Eine plakative Aktion für Umverteilen“ in einem längeren Artikel über ein Aktion von Ver.di – und zwar genau der Gruppe, die kurzzeitig bei der Solidaritätskundgebung auftauchte und kommentarlos gleich wieder verschwand.

Neben einer umfassenden Beschreibung des politischen Anliegens der „rund 20 Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft“ gab es auch die Beschreibung ihres Demonstrationsweges „… vom Verdi-Haus … über … hoch zum Markt“.

Die auf diesem Weg stattgefundene, kurze „Begegnung am Elisenbrunnen“ – die doch eigentlich jedem hätte auffallen müssen – wird von den AN erneut unterschlagen!